Jede Woche 2 Geschichten!

02.10.2022

Hallihallo nach einer etwas längeren Zeit. Ich wollte eigentlich schreiben, doch ich hatte nicht wirklich die Gelegenheit dazu. 
Diese Woche begannen meine Einführungsveranstaltungen an der Uni. Sie waren so öde, dass es nicht einmal wert ist, über sie zu berichten. Also werde ich es auch nicht machen. Ich will nur, dass diese ganzen Veranstaltungen ihr Ende finden und die Vorlesungen so schnell wie möglich beginnen (nun ja diese beginnen erst in 1,5 Wochen:/ ). Aber ich schreibe nicht aus einem sinnlosen Grund genau heute. Soeben habe ich meiner kleinen Schwester von meinem Schulleben erzählt. Und dieses Mal waren es tatsächlich schöne Erinnerungen.. ich habe mich, nachdem meine Schwester endlich eingeschlafen war, gefragt, ob ich meine Schule wirklich so in Erinnerung habe… weil mir in der Regel keine schönen Erinnerungen einfallen.. weil ich nur noch schlechte Momente im Sinn habe und natürlich die eine Szene… der Abschied von all den Leuten, von all den Räumen, die mir etwas bedeuteten.. Lehrer, Räume.. Orte, die in den letzten Jahren eine Selbstverständlichkeit zum Lernen wurden, sollten jetzt kein Teil mehr von mir werden.. es war, nein es ist schwer, das zu akzeptieren! 

02.10.2020 
Wir kamen mit Chérie und einer weiteren Freundin aus der P., um auf den Schulhof zu gehen. Auf diesen würden wir uns verabschieden und nach Hause latschen. Wir hatten vorher Philosophie (Keine Ahnung wieso ich das erwähne ;) ). Jedenfalls gingen wir zum Schulhof und die eine anwesende Person musste natürlich ausgerechnet ein Tag vor meiner Französisch-Klausur fragen, ob Monte Christo eine feste Freundin hat. Erspare mir doch diesen MIST! Erspare mir es doch nur für die Klausur, Universum! Chérie, die gleichzeitig meine als auch SEINE beste Freundin war, sah mich an und sagte nicht viel.. doch dann.. dann musste die blöde Kuh neben uns sagen „Ich weiß ja, dass da vor einem Jahr etwas war.“ Ich weiß echt nicht mehr, was ich fühlte.. wie verwirrt ich war, daran kann ich mich jedenfalls noch erinnern! Chérie nickte und wir verabschiedeten uns von der blöden Kuh (ich nenne sie so, weil mein indirekter Hass für sie auf Gegenseitigkeit beruht). Später, als Chérie und ich auf das Auto ihrer Mutter zugingen, fragte ich, nicht allzu neugierig klingend: „Da war etwas?“ 
Sie antwortete nur noch: „Du hattest ja mal nachgefragt, ich habe es dir nicht verschwiegen.“ … sie hatte recht.. vor einem Jahr hatte er einen Buchstaben in seiner Beschreibung auf WP, doch ich war so naiv.. ich habe gar nicht geahnt, dass das der Anfangsbuchstabe seiner festen Freundin war. In dem Moment wurde mir klar ‚Er HATTE bereits eine feste Freundin‘ … ich ging mit dieser Tatsache nach Hause. Zuhause hatte ich nicht einmal mehr die Kraft zum Weinen. Ich musste für die Klausur morgen lernen.. ich habe mich nicht runterziehen lassen und schön gelernt. Ich wusste, dass ich nicht aufgeben durfte.. nicht jetzt.. noch nicht. Ein Tag später, nach der Französisch-Klausur, habe ich geweint. Ich erlaubte mir alles zu tun, was ich am Vortag nicht konnte/ durfte. Ich heulte lange.. glaube ich.
Dieser Tag war der Tag, der dazu führte, dass ich mich von ihm fern hielt (ja MC, das war der Grund!). Ich ließ es ihn bemerken. Ich antworte ihm auf den Pausenhöfen nicht mehr, ich scherzte mit ihm nicht mehr.. ich lachte nicht mehr mit ihm.. über ihn. Ich ignorierte ihn.. und das auf so eine Weise, die mir sehr wehtat.. sehr! Ich wollte ihn nicht ignorieren.. ich wollte ihm näher sein, doch jetzt war es unmöglicher als je zuvor. 

Wisst ihr, wieso ich das tat? Zur Zeit, als ich ihn liebte, war er mit einer anderen zusammen. Mag sein, dass es nicht lange anhielt und dass er zu dem Zeitpunkt keinen Kontakt mehr zu ihr hatte.. das änderte nichts. Ich liebte ihn zur selben Zeit schon seit 4 Jahren.. und er war zwischenzeitlich mit einer anderen zusammen. Ich hatte immer gedacht (was total naiv war), dass wir zusammen kommen werden.. dass wir vorher keine festen Freunde hatten und nur uns beide brauchten. Der zweite Tag einer meiner Lieblingsmonate zeigte mir jedoch, dass es falsch war.. dass er und ich nichts teilen werden, außer vielleicht einen Tisch in der Schule (und selbst das kam vielleicht nur 5-Mal in unserer ganzen Schullaufbahn vor). Vieles sprach gegen meine Liebe.. vieles zeigte mir, dass es falsch war, ihn zu lieben. Nach diesem Tag begann ich meine Erinnerungen mit ihm zu löschen. Mein Handypasswort, das üblicherweise unser erstes Treffen war, änderte sich. Ich löschte nach und nach alles. Nur der Chat auf WP blieb noch etwas. Zuletzt löschte ich auch diesen. Ich musste mich verabschieden, doch es klappte nicht. Natürlich hätte ich alles löschen und ruhen lassen können, doch wie konnte/sollte ich die Erinnerungen in meinem Gehirn löschen. Es war wie ein Albtraum. Ich musste mich von jemandem fern halten, den ich den ganzen Tag hätte umarmen können. Komischerweise hatte ich ihn nie umarmt. Ja, Monte Christo und ich hatten uns in den vergangenen sieben Jahren nicht einmal umarmt. 
Was ist die Lehre? Gibt es eine? Ich weiß es nicht… ich weiß nur, wie schwer es war, ihn zu ignorieren.. vor allem, weil ich es ihn spüren ließ. Er machte immer so ein Blick, als würde er mich erreichen wollen (als Empfängerin seiner Witze!), doch er bekam es nicht hin. Er machte ein Gesicht, das immer ‚Warum ist sie so zu mir?‘ ausdrückte.. 


22.09.2022

Ich bin hundemüde... sitze oder saß die ganze Zeit über an meinem Schreibtisch für die bescheuerte Belegungsphase an der Uni, doch natürlich habe ich nicht damit gerechnet, dass sich der Status meiner Belegung nicht in Sekundenschnelle von 'Warteplatzliste' zu 'Fixplatz' ändern wird. Nun ja ich saß also zwei Stunden auf diesem Stuhl, um zu erfahren, dass es unnötig war. Das passiert ab und zu, doch so wütend bin ich gar nicht. Im Hintergrund höre ich mir nämlich meine Lieblingsserie auf Spanisch an. 
Trotzdem bin ich verwirrt. In genau vier Tagen beginnt meine Uni. Ich fühle mich unsicher und alleine. Unsicher, weil ich mich nicht selbstbewusst genug fühle und alleine, weil ich es keinem erzählen kann. Sie würden es nicht verstehen. Keiner in meiner Umgebung würde das. Letztendlich muss ich aber dorthin nicht war? Gezwungen oder nicht.. ich muss dort hin. 

-00:24

15.09.2022

Der Herbst rückt immer näher. Wie lange habe ich auf diese Jahreszeit gewartet. Ich verband schon immer etwas mit dem Herbst und dem Winter. Diese beiden Jahreszeiten gaben mir immer ein Gefühl von Wärme, Geborgenheit und Liebe. Ersteres passt vermutlich gar nicht zum Winter, doch so ist es eben. Ich spürte jeden Winter förmlich diese eine unbeschreibliche Wärme.. 
Seitdem ich nicht mehr zur Schule gehe, nehme ich die Dinge in meinem Umfeld aktiver wahr. Dazu gehört auch der Übergang einer Jahreszeit zur anderen. Früher bekam ich es nicht unbedingt aktiv mit, dass der Herbst schon näher gerückt war und ich mich wieder wärmer anziehen musste. Jeder Herbst und jeder Winter der letzten Jahre verging mit Hoffnungen... Hoffnungen, die sich nie erfüllten... Hoffnungen, die sich eigentlich nie ergeben sollten. Dennoch freute ich mich jedes Jahr auf den Winter. Auch dieses Jahr freue ich mich auf ihn, nur dass es dieses Mal nichts mit Monte Christo zu tun hat. In elf Tagen beginnt mein neues Studium. Diesen Wintersemester muss ich nicht zu Hause bleiben, sondern darf die Universität mit vollen Zügen genießen. Wünscht mir Glück! 
Zur heutigen Geschichte: 

Herbst 2016,8.Klasse
Ohne zu wissen, dass es mein letztes Jahr mit S. war, saß ich in einer Mathestunde, in der ich natürlich wieder nichts verstand. Ich weiß nicht, ob ich damals diese Stunden hasste (was ich nicht glaube, weil der Lehrer einfach supernett war), denn heute liebe ich Mathe und verstehe schon seit Jahren, was die Lehrer immer meinen, wenn sie sagen, dass es einen Sinn hinter jeder Aufgabe gibt. Nun genauso wie ich konnte auch S. nichts mit den Aufgaben anfangen haha.. leider ging sein Nichtskönnen jedoch von seiner Faulheit hervor. Dieser Junge, so wenn er etwas gemacht hätte, wäre eins der schlausten der Klasse gewesen. Er war und ist klug, hätte er das nur mal den anderen (vor allem den hochnäsigen Idioten aus der Klasse) gezeigt. Ich hätte damals, wie gesagt, nicht wissen können, dass es eins der letzten Jahre mit ihm ist. Wir hatten sooo witzige Stunden und Tage mit ihm. 
Die Stunde endete und wir gingen in die Pause. Für uns Schüler des M.gebäudes existierte nur ein Schulhof. Damit ignorierten wir die andere Hälfte der Schule, in der sich die meisten befanden, hatten es jedoch gleichzeitig mit den Oberstufenschülern zu tun, da diese entweder draußen oder auch auf 'unserem' Schulhof standen. Da dieser Schulhof nicht überdimensional groß war, konnte man jederzeit sehen, wo sich die Klassenkameraden befanden. S. und seine Clique waren also auch in unserer Nähe und ich ahnte wieder etwas (weil man diesen Jungs in Punkto Scherz nicht trauen konnte). Ich hatte meine etwas dickere Herbstjacke an. An der Kapuze befand sich ein Stück Fell, leider eins der Art, das sich durch Knöpfen leicht trennen ließ. In der nächsten Sekunde spürte ich eine Hand an meinem Nacken und wusste, eine Sekunde zu spät, was geschah. Sie nahmen, wie in jeder Pause auch, das Fell und ließen mich hinter ihnen herlaufen. Ich weiß nicht, ob ich als unsportlichste Person der Welt, jemals so viel gelaufen bin, wie denen hinterher. Sie machten alles Mögliche mit dem Fell, was mich damals als Teenagerin total nervte. Letztendlich wusste ich doch, dass ich das Fell zum Ende der Pause, spätestens jedoch im Klassenzimmer zurückbekommen würde. Trotzdem lief ich ihnen hinterher und ließ mich nerven. Wieso ich das tat? Weil es einfach Spaß machte. Ich war lieber mit coolen Jungs befreundet, die über alles scherzen konnten, statt mit Mädels, deren einziges Problem ihr ungeschminktes Gesicht oder ihr 'schlechtes' Outfit war. Ich entschied mich schon früh genug gegen diese Art von Person zu werden... gegen diese Art von Mädchen oder Frau zu werden. 
Ich glaube, dass S. mir das Fell schon auf dem Pausenhof zurückgab, kann aber auch sein, dass er es mit ins Klassenzimmer nahm, um es für mich dann mit einem Gelächter in der Klasse hochzuhalten. Dadurch hatte ich ihm schließlich die Chance gegeben, die öde Stunde nach Mathe zu verspielen. 
Toll, dass es dich gab... toll, dass es dich gibt S. :) 

Bis bald <3 




09.09.2022

Ich darf von Tag zu Tag sehen, wie keiner aber KEINER die Geschichten liest. Trotzdem komme ich hier zwei bis drei Mal die Woche  rein, leider in letzter Zeit gezwungen, und versuche ein paar Sätze zu schreiben. 
Einen sehr wichtigen Tipp von meinem alten Sportlehrer will ich heute mich euch teilen, da er meine Weltperspektive beeinflussen könnte, ich es aber nicht erlaube...leider...

2021
Ich durfte mich nach Jahren darauf freuen, ohne Monte Christo Sport zu haben. Mit ihm wurden diese Stunden meistens zur Stunde der Hölle, da ich es nicht mochte jegliche Sportarten neben ihm durchzuführen. Doch die Welt musste gegen mich agieren. Er kam nach einigen Wochen zu unserem Sportkurs (da er private Probleme mit der Lehrkraft hatte) und wieder einmal durfte ich mich auf die stressigen Sportstunden freuen, vor allem, wenn man bedenkt, dass er mit einer hochnäsigen und umso angeberischen Person aus dem Kurs flirtete. Mein Gehirn wusste zwar, dass ich die beiden ignorieren und mich auf die Stunde fokussieren sollte, doch leider klappte es nicht immer. So wie an diesem Tag. Zwei Freundinnen und ich mussten ein Programm vorstellen (ich glaube irgendetwas mit der Dehnung des Körpers). Dabei haben wir einige Übungen vorgemacht und die Klasse geleitet. Ich war als erstes dran. Ich machte mich auf den Weg zur Matte, die sich leider im Zentrum der Halle befand. Ich begann mit der ersten Übung, doch ich musste natürlich nach hinten schauen... ich sah die beiden reden und ihr könnt euch bestimmt vorstellen, was danach passierte. Ich hatte keine Lust mehr. Weder auf das Programm noch auf die Leitung der Klasse und schon gar nicht mehr darauf, in dieser Halle zu sein.. obendrauf mussten die Nichtsportler der Klasse hinten auch noch Lärm machen, sodass ich mich am Ende selbst schreien hörte (vielmehr störte mich der Lärm der Klasse, den ich nicht die ganze Zeit unter Kontrolle bekam). Ich bekam es nicht hin, der Klasse das zu vermitteln, was ich eigentlich wollte bzw. musste. Rechts neben mir sah ich Mitschüler, die anständig mitmachten, links die Mitschüler, die mir weder zuhörten noch mitmachten und vor mir die Person, die in den letzten Jahren zu der wichtigsten Person meines Lebens wurde, doch gerade dabei war, mit einer anderen Person zu flirten.. er lachte einfach nur, was mir sehr auf die Nerven ging. Wenigstens hörte er mir zu und machte auch die Übungen. 
Er sah mich an und bemerkte, nachdem ich ihm die letzten Jahre erlaubte, mehr als nur diese äußerliche Hülle zu sehen, dass ich genervt war, weil die hälfte der Klasse nicht mitmachte. Dann machte er solch ein Gesicht, das mir zu verstanden gab, dass ich einfach locker weitermachen soll. Er bemerkte natürlich wieder einmal gar nicht, dass nicht nur die störenden Mitschüler das Problem waren. Währenddessen schaute Herr S. die ganze Zeit zu. Er sah alles! Meine genervte Art und vor allem die Schnelligkeit, mit der ich die Übungen so schnell wie möglich zu beenden versuchte. Ich schloss meinen Part ab und wechselte mit meiner Freundin den Platz. Ich hätte eigentlich ihre, d.h. die Übungen der Gruppe, mitmachen müssen, doch ich konnte nicht. Ich war voller Wut. Dieser doofe Kurs und dieser BLÖDE M.C., die mir wieder eine Stunde mit dem besten Lehrer ruinierten. Ich musste raus aus der Halle. Also ging ich genervt und voller Wut zur Kabinentür... ich will mir gar nicht vorstellen, wie ich an dem Tag aussah oder was für ein Gesicht ich machte... Ich rammte die Tür hinter mir zu, setzte mich einfach nur auf die Treppen und verfluchte diesen Tag und den Tag, an dem M.C. seinen Kurs wechselte. Ich hasste diese Sportstunde mit jeder Faser meines Körpers. Ich wollte einfach weg, dabei hatte die Stunde gerade erst begonnen. 
Stunden später beendete Herr S. den Unterricht und wollte mit der Gruppe und mir reden. Er kommentierte die Stunde, gab uns ein Feedback und sah mich dann an. Ich wusste, dass jetzt etwas kommen würde. "Wenn du wütend bist, hau einmal gegen die Wand, beruhige dich und mach weiter." (So in etwa, die Worte kenne ich nicht mehr auswendig). Er wollte, dass ich mich von meiner Wut nicht auffressen lasse... er wollte, dass ich nicht aufgebe. Das hat mir dieser Lehrer schon so oft klar machen wollen, leider kann ich selbst heute diesem wundervollen Tipp nicht immer Folge leisten. Dabei ist es so wichtig und beschreibt mich so genau. Ich hätte damals stärker sein sollen.. wenigstens für Herrn S. Doch es hatte damals keinen Zweck. Ich war eine Teenagerin und verliebt in jemanden, der heute nicht einmal weiß, was ich für ihn damals empfand. Es war keine Teenie-Liebe, die alle immer versuchten abzuwerten, was ich im übrigen auch nicht gut finde. Es war eine Liebe, für die ich hätte alles aufschmissen können (aber nicht sollte :(   ) Eine Liebe, die ich auch heute nicht vergessen kann und schon gar nicht, wenn er jede Nacht in meinen Träumen ist. Ich vermisse ihn.. also seine Art... seine Witze.. ich vermisse die Freundschaft mit M.C., die ich heute gar nicht besitze und damals nur zur Hälfte, wenn überhaupt. 
Ich wünschte, wir wären uns nie begegnet... vielleicht würde es dann weniger weh tun.. ich weiß nicht, ob ich noch in dich verliebt bin, weil es sich nicht mehr so anfühlt wie früher. Ich weiß aber, dass etwas in meinem Herzen fehlt. Es entstand mit deinem Abgang eine Lücke in meinem Herzen, die ich nicht mehr füllen kann. Und das schlimmste ist, ich habe dich von meinem Leben verbannt, um dich zu vergessen. Jetzt weiß ich nicht, ob du da bist oder nicht.
Und Herr S.; tut mir leid, dass ich so schwer war.. Sie waren immer an meiner Seite.. ich hätte ihnen das Leben auch leichter gestalten können :)

Bis bald <3

04.09.2022

Frühling 2021
Ich hatte die letzte Sportstunde mit meinem Lieblingslehrer. Wir mussten uns an dem Tag zwar nicht gänzlich verabschieden, doch die ganze Stunde über war ich traurig. Mir fiel ständig ein, dass ich in den nächsten Stunden diese Halle zum letzten Mal betreten werde... dass ich nie wieder Sport mit dem coolsten Sportlehrer machen werde. Unsere letzte Konversation möchte ich einmal grob übertragen. 
Wir hatten riesige Stangen aufgebaut, um die Netze für das Badminton- bzw. Volleyballspiel aufzuhängen. Ich musste das Schloss an der Stange, die sich an der Wand befand, aufmachen. Doch es klappte nicht. Erstens weil meine Größe nicht ausreichte und zweitens weil es irgendjemand wortwörtlich habe zugenäht müssen. Also nahm ich mir den Mattenwagen, bestieg ihn und löste damit das erste Problem. Aber das Schloss öffnete sich nicht. Herr S. kam zu mir und sagte: "Pass auf, nicht das etwas in der letzten Stunde noch passiert". Vermutlich sagte er das, weil ich auf den Matten wie verrückt zappelte und überhaupt nicht im Gleichgewicht stand. Nun ja, keine Ahnung, ob Herr S. von meiner Tollpatschigkeit Bescheid wusste, doch ich ging, einigermaßen gezwungen von seinem Wunsch, runter und ließ ihn das Schloss öffnen. 

Wie traurig ich an dem Tag war, weiß ich nicht mehr. In keins meiner Tagebücher fällt ein Wort über diesen Tag... doch wieso tut er mir heute an diesem Abend so sehr weh? Wieso ist es für mich heute schwieriger, mit der Sache abzuschließen? Das macht doch überhaupt keinen Sinn. Ich hätte damals trauriger sein müssen, doch ich bezweifle, dass ich das war. Ich kann mich nur daran erinnern, dass ich Monate später nach meinem Abi die Sportschuhe zu Hause fand und einen kurzen Schock erlebte. Weil mir in diesem Moment wieder einfiel, dass ich nie wieder die Halle meiner Schule betreten kann. 
Ich will zurück zu Herrn S. Ich will zurück zu meiner Schule.. ich möchte überhaupt gar nicht studieren. Ich habe meine Schule nie als die eine Schule genannt. Auch nach dem Abi war sie MEINE Schule. Wahrscheinlich habe ich mich von diesem Wunsch der Rückkehr zur Schule so sehr beeinflussen lassen, dass ich gar nicht bemerkte, dass mein erster Studiengang eigentlich gar nichts für mich ist. Ich wollte einfach zurück in die Schule und dafür hätte ich jeden Preis zahlen können. 

Ich könnte jetzt hier noch weitere hundert Zeilen schreiben, doch da eh keiner die Geschichten liest und ich jetzt in Ruhe weinen möchte...

Bis ganz bald <3

31.08.2022

Vor zwei Tagen um 22 Uhr habe ich mich von Chérie verabschiedet. Sie wird die nächsten sechs Monate nicht hier sein. Sie geht ihren Weg und das freut mich natürlich. Ich muss lernen, meinen Weg zu gehen. Ganz allein. 
Als ihre Mutter uns abholte (sie hatte ein Arbeitsessen an dem Abend) und bei mir anhielt, stieg Chérie mit mir aus dem Auto. Sie umarmte mich. So fest hatten wir uns lange nicht mehr umarmt. Ich habe ihr alles Gute gewünscht und ihr (wie immer in letzter Zeit) gesagt, dass sie auf sich aufpassen soll. Ein paar Sekunden später bemerkte ich, dass sie weinte… ich habe zwar gesagt, dass sie das lassen soll, doch in Sekundenschnelle habe ich auch angefangen zu weinen. Wir wussten, was uns verband und wir wussten, was es bedeutete, für sechs Monate getrennt zu leben. Das hatten wir auch nach dem Abi zu spüren bekommen, dann, als wir uns nicht mehr fünf Mal die Woche sahen. Wir wussten in dieser dunklen Nacht, dass wir die nächste Zeit nicht mehr zusammen Tacos essen gehen und keine Mäuse über einem Einkaufszentrum auf einem Parkplatz verjagen werden. Ein Teil meines Herzens ist heute mit ihr geflogen. Ich vermisse sie jetzt schon.. was wir die letzten Jahre alles zusammen teilen konnten, eher durften, ist so besonders! Diese Nacht hat mir nochmal gezeigt, dass ein schönes Leben erst durch die einzigartigen Menschen in unserer Umgebung möglich ist. Wenn wir das die ganze Zeit wüssten, würden wir uns immer davor scheuen, unsere Liebsten zu verletzen. 

Ich liebe dich Chérie und bin schon gespannt, wie unsere Internetfreundschaft laufen wird. 

Bis bald 

25.08.2022

Meine Nachhilfeschülerin hat die Stunde verpeilt und jetzt sitze ich wieder an meinem Laptop und versuche mir etwas auszudenken. In letzter Zeit fällt es mir schwer, mich an meine Vergangenheit zu erinnern. Und wenn ich es mal hinbekomme, dann kommen mir nur die schlechten Momente in den Sinn.  
Ich habe in den letzten Tagen meinen Studiengang gewechselt, meine alte Liebe zum Frühstück eingeladen und werde mich in der kommenden Woche von meiner besten Freundin für sechs Monate verabschieden. Dies ist eine dieser Phasen meines Lebens, durch die ich erneut wachse. Ich weiß, dass ich meine Liebsten nicht immer an meiner Seite haben werde. Darum habe ich die letzten Monate immer versucht, schöne Momente mit ihnen zu erleben. Damit sich genau diese in mein Gehirn eingravieren können… ob ich so erfolgreich darin bin, weiß ich nicht. Ich versuche es aber. Ich versuche die Türen, die mir zugehalten werden, kaputtzuschlagen (Tipp von Herrn Müller :) aus Fack Ju Göhte). Wieso machen wir das nicht immer? Wieso brauchen wir bestimmte Anstöße? Diese Fragen kann ich nicht beantworten, ich weiß aber, dass alles einen Sinn hat. Ich weiß, dass wir alle besonders sind. Wisst ihr es auch? 

Bis zu diesem Frühstück vor drei Tagen habe ich versucht, Monte Christo zu hassen. Ich glaube, dass ich damit versucht habe, ihn zu vergessen. Aber das war falsch. Total falsch! (Uyy gerade schreibt mir ein alter Freund eine Nachricht :) ja dich habe ich auch vermisst M.) Wo waren wir stehen geblieben, genau.. Es war falsch, weil man eine Person durch Hassen nicht vergessen kann. Ganz im Gegenteil: Man erinnert sich nur mehr an diese Person. Darum versuche ich eine normale Beziehung aufzubauen ;) versuchen könnt ihr es auch. Keiner sagt, dass ihr euch mit eurer alten Liebe treffen sollt.. aber versucht zu vergeben. Nur so werdet ihr die Schmerzen los..

Ich hoffe bis morgen <3

23.08.2022

Wir alle träumen bestimmt davon, gehört zu werden... verstanden zu werden. Ich für meinen Teil versuche mit dieser Website das hinzubekommen. Menschen zu finden, die mir aufrichtig zuhören.. wer weiß, vielleicht bekomme ich irgendwann eine Rückmeldung von euch :) 
Darum soll es aber heute gar nicht gehen. Die letzten Tage habe ich nochmal 'Fack  Ju Göhte' geguckt und mir wurde eins klar; Ich lebe mein Leben immer noch nicht so, wie ich es gern hätte. Ich zwinge mich immer noch Dinge zu tun, die ich eigentlich nicht machen möchte. 
Da mein Kopf wie verrückt pocht und ich glaube nicht mehr weiterschreiben zu können, kommt ein kleiner Tipp von mir: Macht das, wovor ihr euch am meisten fürchtet. Das Leben ist zu kurz, um über die Kommentare anderer Menschen nachzudenken! Bereut die Dinge, die ihr gemacht habt und nicht die Dinge, die ihr hättet machen können... 

Hasta luego <

22.08.2022

Ich konnte die letzten Tage nicht schreiben. Dafür entschuldige ich mich. Ich war damit beschäftigt ein Frühstück zu organisieren: 

Vor ungefähr fünf Tagen bildete ich eine Whatsapp-Gruppe mit Chérie, Monte Christo, dem besten Freund von Monte Christo und mir. Ich lud alle zu einem Frühstück ein. Ich sah diese Gruppe (bzw. Monte Christo) das letzte Mal vor einem Jahr. Was genau wollte ich? Ein ganz normales Treffen, an dem wir uns alle an die alte Zeit erinnern konnten. Ich wollte ein Treffen mit meinen alten Freunden, mit meiner alten Freundesgruppe. Heute Morgen trafen wir uns also. Monte Christo schrieb letzte Nacht, dass er etwas später kommen würde. Es vergingen bereits 20 Minuten und er war immer noch nicht da. Ich musste vor seiner Ankunft auf die Toilette, um meine Nervosität abzulegen. Nun ja er kam fünf Minuten später und ich bemerkte, wie meine Hände zitterten, als ich versuchte die Gurken in die Gabel zu bekommen. Er hatte sich verändert. Er sah immer noch so gut wie früher aus! Verdammt gut!  Mittlerweile hatte er jedoch einen Bart. Wie konnte man so schnell einen Bart bekommen? Wir sprachen über alltägliche Dinge, komischerweise über Politik und vor allem über die alte Zeit. Ich sah ihn nicht lange an. Genau wie früher. Aber Leuteeee ich bekam es hin, dort zu sitzen, in mein Brot zu beißen und dabei nicht rot zu werden. Das ist doch mal etwas hahah :) 
Eins kann ich trotzdem sagen: so wie früher ist es nicht mehr. Ich verliere nicht die Kontrolle.. ich glaube nicht, dass ich noch in ihn verliebt bin. Vielleicht hätte ich mit ihm befreundet sein können? Hätte ich ihn da nicht auf Instagram und allen anderen sozialen Medien entfernt hahah.. na ja mal gucken. Ich kann nur sagen, dass der Tag schön war und, dass ich es vermisst habe, mit Monte Christo zu sprechen (auch wenn ich heute ganz genau weiß, dass er nie ein besonderes Interesse für mich entwickeln wird. Ich weiß nicht einmal, ob ich ihn wie früher lieben könnte, wenn er es plötzlich tun würde). 

Ich hoffe bis morgen <3 

17.08.2022

Herbst 2015, 7.Klasse 
Wir hatten nachmittags bei eins meiner Lieblingslehrern Chemie. Damals waren S. und ich für das Klassenbuch zuständig. Nun ja, ich muss gerade total grinsen, weil wir beide es nie hinbekamen, das Klassenbuch zur richtigen Zeit zum richtigen Ort zu transportieren. Also fehlte es immer wieder und einer von uns beiden musste nach der Aufforderung des Lehrers, zum Klassenraum latschen und es holen. Jetzt dürft ihr drei Mal raten, was fehlte, als Herr F. den Kulli in die Hand nahm und den damaligen Eintrag ins Buch machen wollte haha.. ja es fehlte wieder. Und wie immer beschuldigten S. und ich uns gegenseitig. Diese Diskussionen hörten nie auf, bis -so meine ich mich zu erinnern- unsere Klassenlehrerin, andere Schüler für das Klassenbuch zuständig machte. 
Ich musste also zur Klasse und das dunkelgrüne Buch holen. Ich machte mich auf den Weg. Ich kam an, schloss die Tür auf und ging in den dunklen Raum, doch ich fand das Klassenbuch nicht. Ich wunderte mich, weil es entweder im Chemieraum bei Herr F. oder vor mir im Klassenraum sein sollte. Ich musste Herrn F. sagen, dass das Buch nicht im Klassenzimmer war. Also drehte ich mich um und in dem Moment (genau in dem Moment!) kam mir Monte Christo entgegen. Wir standen noch nie so nah. Ich habe ihn fast berührt... er hat mich fast berührt. Wir hatten nicht einen so großen Größenunterschied, weshalb sich mein Gesicht nur ein paar Zentimeter bewegen musste, um in seines zu blicken. Bis ich realisieren konnte, was gerade geschah, vergingen zwei Sekunden. Wir machten beide einen Schritt nach hinten. Er kam, um mir zu sagen, dass das Klassenbuch im Chemieraum lag. Ich schloss die Tür ab und wir gingen gemeinsam zurück. Er fragte auf dem Weg, ob ich mich erschrocken habe. Ich habe nein gesagt, das weiß ich noch. Aber wieso habe ich mich nicht erschrocken? Ich habe vor der kleinsten Sache Angst.. wieso hatte ich in dem Moment keine Angst? Ich glaube, dass ich die Antwort kenne; ich vertraute ihm. Ich kannte ihn zwar nicht lange, doch ich vertraute ihm und dieses vertraute Gesicht konnte damals keine Angst in mir verursachen. 
Wir kamen in einer Minute im Chemieraum an. Ich setzte mich wieder neben meine Freundin N. Diese erzählte mir sofort, dass Monte Christo das Buch unter dem Tisch versteckt hatte. Warum hat er nichts gesagt, als ich mich auf den Weg ins Klassenzimmer machte? 

16.08.2022

Seid gestern bin ich wieder schlecht gelaunt. Es ist so, als ob mich eine Leiche verfolgen würde. Eine Leiche, die ich ständig zu tragen habe und die ich einfach nicht loswerden kann. 

2020
Mittlerweile hatte ich gemerkt, dass mich meine Liebe für Monte Christo eher belastet, als erfreut. Er war immer in meiner Nähe, aber so weit weg, wie kein anderer. Ich wollte, dass er mich auch umarmt, genauso wie er es bei all den anderen Mädchen aus dem Jahrgang tat. Ich wollte auch, dass er mir in einem Fach hilft (was schwer umzusetzen war, da ich seine Hilfe nicht brauchte..). Ich glaube, dass ich einfach mehr Zeit mit ihm verbringen wollte. Wir trafen uns nie außerhalb der Schule. Also ging ich auch seinetwegen gerne zur Schule. 
Es war der 2. oder 3. Schultag in der Q1 und ich lernte seinen kleinen Bruder kennen, der gerade neu auf unsere Schule kam. Ich hatte mit seinem besten Freund zusammen Geschichte, deshalb verbrachte ich die eine Pause immer zur Hälfte mit den Jungs. Auch an diesem Tag gingen K. und ich in die P. und warteten auf Monte Christo. Als er kam, mit seinem weißen Look und diesen schwarzen, gewellten Haaren), wurde mir wieder schlecht. Ich hasste dieses Gefühl, das ich in seiner Nähe bekam. Ich hasste eigentlich die Liebe.. aber ich liebte sie auch. Sie gab mir viel, nahm aber auch viel. Wie dem auch sei. Wir trafen uns also und gingen zu irgendeiner Wand, an die wir uns immer anlehnten. Kurze Zeit später zeigte er auf mich und sagte ‚Kennst du die?‘. Ich fragte mich, mit wem er da sprach. Ich drehte mich um und sah die kleine Kopie von Monte Christo. Der kleine Junge war eine leicht wiederzuerkennende Persönlichkeit. Wir sprachen an dem Tag nicht viel ich hörte nur noch einmal seinen Namen -als würde ich den nicht schon kennen :)-  und dann ging ich raus zum Hof zu den Mädels, die gewöhnlich immer länger brauchten. Das ist vielleicht auch ein Grund, wieso ich eher gerne mit Jungs befreundet bin, als mit Mädels. (Nichts für Ungut Chérie, du bist die Ausnahme!) 

Morgen habe ich eine schönere Erinnerung für euch. Monte Christo war mir noch nie näher gekommen. 

Hasta mañana <3  

15.08.2022

Er ist wieder in meinen Träumen. Dieses Mal sind wir abends in einer Klasse und ich begebe mich nach draußen in den Flur. Da ich Angst vor der Dunkelheit habe gehe ich erneut in den Raum und sage, mein Körper zu ihm gerichtet, dass ich Angst habe. Er steht sofort auf und sagt, dass er mich begleiten möchte. Wie sehr habe ich mir das gewünscht. Wie sehr habe ich mir gewünscht, dass er sich um mich sorgt... dass er mir erlaubt, mehr als nur diese arrogante und selbstsüchtige Mauer zu sehen. Ich wusste immer, im Gegensatz zu allen anderen aus der Klasse, dass sich mehr hinter dieser Mauer befand. Ich konnte diese Mauer jedoch nie zerbrechen.  Ich wurde nicht mehr für ihn. Heute habe ich keinen Kontakt mehr zu ihm. Ich studiere.. er studiert.. wir leben in derselben Stadt.. wir fahren vielleicht auch mit denselben Zügen... aber ich sehe ihn nicht und er sieht mich nicht.  Wieso tut die erste Liebe so weh? 

Eigentlich wollte ich mit dieser Seite Menschen erreichen, die genauso sind wie ich. Menschen, die dieselben Schmerze und Verluste erleiden, wie ich. Doch ich erreiche niemanden... 

Bis morgen dann. 

12.08.2022

Chérie wird ab dem kommenden Monat für sechs Monate im Ausland sein. Ich bin total traurig, aber auch glücklich, weil sie ihren Träumen nachgeht.  Vor ein paar Jahren hätte ich mit dieser neuen Info, die sie mir heute Morgen beim Frühstück gab, nicht klarkommen können. Auch heute fällt es mir schwer, meine Geliebten in die Ferne zu schicken, doch es hat sich verbessert. Die letzten Tage waren eine Mischung von etwas Stress, Liebe, Trauer und Kopf-und Halsschmerzen. Ich versuche mich auf meinen neuen Studiengang vorzubereiten, doch selbst der bestandenen Prüfung von gestern gelingt es nicht, meine Laune zu verbessern. Ich weiß  wieder einmal nicht, was los ist. Habt ihr auch Tage, an denen ihr nichts aber rein gar nichts machen wollt? Nicht einmal die Lieblingsserien schauen zu wollen oder das Lieblingsessen zu verachten?

Bis nächsten Montag, vielleicht schreibt ihr mir ja, was ihr gerne hören wollen würdet.. <3 

10.08.2022

Heute habe ich meinen alten Sportlehrer Herrn S. in meinem Traum gesehen. Wir umarmten uns und er gab mir wieder eine von seinen wichtigen Tipps. Ich habe noch einmal schmerzlich gemerkt, dass ich ihn vermisse.. sehr vermisse. Er war, ist und bleibt ein sehr besonderer Mensch in meinem Leben.

30.04.2021
Es ist der Tag meiner Deutschabiturklausur.
Wie ihr auch ahnen könnt, waren wir alle sehr nervös und gestresst. Wir mussten auch an diesem Tag früher als gewöhnlich zur Schule kommen, da wir uns vor der Klausur testen mussten. Vor dem Raum, in dem sich die Schnelltests befanden, stand Herr S. Er lächelte mich und meine Freundinnen wie immer freundlich an. Diese Positivität, die dieser Mann ausstrahlte, konnte man nicht übersehen. Wir gingen in den Raum, machten unsere Tests und gingen raus zu den anderen auf den Pausenhof. Es hatten sich bereits viele Schüler versammelt. Chérie und ich waren in unterschiedlichen Räumen, da ich in Deutsch den Leistungskurs belegte und sie den Grundkurs.  Man konnte von meinem Standort aus das Fenster im Flur sehen, in dem sich der Testraum befand. Ich sah kurz hoch und bemerkte, dass Herr S. nach uns rief. Wir machten uns auf den Weg zum Flur. Herr S. zeigte auf meine Freundin neben mir und gab ihr das 'okay' für das negative Testergebnis, mich hingegen schaute er an und sagte 'Mit dir müssen wir kurz alleine reden'. Ich schaute ihn nur an und gab entsetzt von mir 'Nein, Herrrr S.!'. Nach meiner Reaktion fing er an zu lachen und da läuteten bei mir die Glocken. Ich machte noch eine kleine Bemerkung, an die ich mich nicht mehr erinnern kann und musste lachen. Lachen an einem stressigen Tag wie diesen.  Wir gingen zum Raum und Herr S. gab uns die unterschriebenen Ergebnisse. Dieses Blatt liegt immer noch in eins meiner Alben, da ich außer ein paar Bilder mit ihm, nichts mehr habe.
Nun ja, nicht lange später gingen wir in die Klausurräume und begannen mit einer viereinhalbstündigen Arbeit. Ich musste vor, während und nach der Klausur immer an den kleinen Scherz von Herrn S. denken und dabei total grinsen. Er war der Einzige, der mir an diesem Tag eine Freude machen konnte. Mir kam es nämlich so vor, als würde die Klausur (mit jedem Satz, den ich dazuschrieb), dem Müll würdig sein. Mir gingen alle Ideen aus. Ich wusste überhaupt nicht, was ich zu schreiben hatte. Irgendwann schrieb ich, um keine leeren Spalten abzugeben. Das Ergebnis? Eine 2+ !  Hätte ich das erwartet? NOPE! Wirklich einfach nur NEIN, weil die Klausur total schlecht lief. Es war und ist nicht immer so, dass ich ein schlechtes Gefühl habe, aber eine gute Note bekomme (außer in Mathe ;) ). Darum machte ich mir große Sorgen, doch diese waren natürlich wieder einmal unnötig.

Auch wenn ich weiß, dass Sie das vermutlich nie lesen werden: Ich vermisse Sie Herr S. und finde es total schade, dass sie meine letzte Mail nicht beantwortet haben..
Trotzdem kann ich sagen: Viele Menschen treten in mein Leben ein, aber nur ein paar besondere Menschen hinterlassen auch Spuren in meinem Herzen. Was Sie mir alles hinterlassen haben, ist sehr wertvoll. VIELEN DANK!

Schönen Abend und bis morgen <3


P.S.: Ich habe morgen eine Prüfung, wünscht mir Glück :) 

09.08.2022

Ich versuche mir eine neue Gewohnheit anzueignen. Ab jetzt möchte ich jeden Abend aufschreiben, wofür ich an dem jeweiligen Tag dankbar sein kann. Versucht es auch gerne :) 

Sommer 2019, 10.Klasse 
Meine beste Freundin und ich saßen am Tisch und hörten unserer Spanischlehrerin aufmerksam zu. Wir liebten diesen Unterricht. Diese Sprache wurde schnell zu einem sehr wichtigen Teil von uns. (Mittlerweile schreiben und reden wir in unseren Nachrichten sogar regelmäßig auf Spanisch). Ich wusste zwar auch damals, dass Chérie (so nenne ich meine beste Freundin) ein sehr besonderer Teil von mir ist, doch ich wusste nicht, wie wichtig es ist, dafür dankbar zu sein und diese Dankbarkeit auszusprechen. Chérie und ich streiten uns nie. Es gab keine schlechte Situation, die wir nicht klären konnten. Dazu sahen wir uns regelmäßig fünf Mal die Woche. Dafür hätte ich damals dankbar sein sollen. Seitdem wir nämlich unser Abitur gemacht haben, sehen wir uns viel weniger. Ich kann schmerzlich fühlen, wie ich damals diese wunderbare Zeit, die ich mit ihr hätte schöner gestalten können, mit anderen Menschen verschwendet habe.. mit Menschen, die meine Liebe gar nicht verdienten. 'Meistens belehrt uns erst der Verlust über den Wert der Dinge', so Arthur Schopenhauer. Stimmt oder? Ich habe aber Glück; meine beste Freundin lebt und ist immer noch an meiner Seite, wir gehen sogar morgen frühstücken. Bevor es für euch aber zu spät wird, sagt euren Nächsten gerne, dass ihr sie liebt und dankbar für diese seid :) 
Und hier für dich Chérie; DANKE, DASS DU DA BIST UND IMMER AN MEINER SEITE STEHST! 
Versucht die schönen Dinge im Leben zu sehen... 

Todo tiene belleza, pero no todo el mundo lo ve <3 
Hasta luego! 







08.08.2022

Auch ich habe Schmerzen. Wie jeder andere Mensch auf dieser Welt. Keiner kann wissen, mit welchen Schwierigkeiten die Person gegenüber von uns zu kämpfen hat. Wieso müssen wir dann auch noch, als 'empathiefähiges Wesen' (wenn überhaupt), das Leben anderer Menschen erschweren? 

Winter 2019, 10.Klasse 
Wie fast an jedem Morgen, kam ich auch an jenem Morgen zu spät.  Ich schaffte es die meiste Zeit über einfach nicht rechtzeitig aus der Wohnung zu gehen. Folglich musste ich den halben Schulweg schneller als gewöhnlich gehen oder sogar rennen. Meine Spanischlehrerin und die anderen Mitschüler saßen bereits, als ich gerade ankam. Ich ging nach hinten und begrüßte meine beste Freundin. Da ich einen Pullover anhatte, war ich total verschwitzt und das Billigdeo brachte natürlich auch nichts. Der Idiot vor mir drehte sich um und warf mir einen wundervollen Kommentar zu: "Hättest du wohl lieber keinen Pullover angezogen". Ich gab ihm keine Antwort und schätze mich dafür glücklich, dass keiner außer mir und meiner besten Freundin diesen blöden Satz hörte. Ich verstand nicht, wie man willentlich Menschen fertig machen konnte (und jeder weiß natürlich, dass Schwitzen zum Menschen gehört!). Ich hasste solche Menschen.. ich konnte mit bösen Menschen wirklich nicht umgehen. Mit böse meine ich die Menschen, die nicht einschätzen können, wie sich die Person gegenüber durch die eigenen Bemerkungen fühlen könnte. Sind wir Menschen wirklich derart blind für unsere Umgebung? 

Ich hoffe bis morgen... <3 

05.08.2022


Heute hat es hier den ganzen Tag geregnet. Das erinnerte mich an einen Tag in der Schule: 

Frühling 2015, 7.Klasse

Die einstündige Mittagspause ging immer schnell vorüber. Monte Christo und ich unternahmen an diesen Stunden nichts zusammen, da ich nicht zu seiner Clique gehörte und er nicht zu meiner. An jenem Tag regnete es jedoch so sehr, dass wir als Klasse alle unter demselben Dach Schutz vor der Nässe nahmen. Dabei liebte ich den Regen und das Gefühl, das mir die vom Himmel fallenden Tropfen gaben. Also ließ ich meinen Gefühlen freie Bahn und begann unter dem grauen Himmel nass zu werden. Auch hier weiß ich nicht, was in mich gefahren ist, denn alle beobachteten mich bzw. Monte Christo beobachtete mich und sagte etwas zu jemandem, das ich nicht verstand. Stellt euch dabei ein markantes Gesicht mit hell erleuchtenden braunen Augen vor, die das innere des Besitzers zum Vorschein brachten. Keiner und vor allem nicht Monte Christo wusste, wie sehr ich den Regen mochte. Entweder mag man es, den Regen anzuschauen oder man wird, wie ich, unter ihm nass. 

Allen einen schönen Abend und bis morgen! <3 

04.08.2022


Sommer 2019, 10.Klasse 
'Dieses Jahr wird alles anders'... diesen Satz musste ich nur so oft aufsagen, bis ich selbst irgendwann dran glaubte, doch das geschah nie. Immer noch war ich das schüchterne Mädchen hinten im Klassenzimmer (mittlerweile hatte sich unser Klassenzimmer geändert). Ich konnte mit jedem aus der Klasse ganz einfach sprechen und hatte keine Probleme damit. Dennoch konnte ich nicht einmal den kürzesten Text laut vorlesen. Und jetzt werdet ihr verstehen, wieso meine Liebe für Monte Christo (so nenne ich ihn ab jetzt haha) zu einer schmerzhaften Last wurde. Er war eins der Gründe, wieso ich es nicht mochte, in der Klasse etwas vorzutragen. Er sah mich an, mit diesen braunen Augen, die jedes Mal in mir die Frage 'Denkt er immer noch, dass ich in ihn verliebt bin?' erwachen ließen (Schließlich hatte ich ihm alles vor einem Jahr erzählt gehabt, nicht wahr..?). Ich wusste nicht wohin mit den Händen... ich wusste nicht, wie ich meine roten Wangen verstecken sollte. Das schlimmste an der ganzen Sache war, dass er mich, während ich rot anlief, beobachtete und lachte. Ich kann euch nicht erklären, wieso er das tat, doch es machte die ganze Situation jedes Mal nur noch schlimmer. Ich hätte nicht eindeutig sagen können, ob es ihm gefiel von einem weiteren Mädchen angeschwärmt zu werden oder ob er sich einfach nur lustig über mich machte. Vermutlich ließ ich mein Herz Letzteres glauben... 

Im selben Jahr belegten meine beste Freundin und ich zum ersten Mal den Spanischkurs an unserer Schule. Warum ich das genau hier erwähne? Das werdet ihr in den nächsten Beiträgen verstehen :) 

Hasta luego! 

03.08.2022

 

Nach all meinen idiotischen Taten, war die, die ihr gleich lesen werdet, die bescheuertste. 


Frühling 2018, 9.Klasse
Meine beste Freundin und ich sprachen schon seit ein paar Tagen über meine Liebe und darüber, wie es wäre, wenn ich mit dem Betroffenen zusammenkäme. Dafür musste er natürlich etwas von meinen Gefühlen erfahren. 'Wieso sprichst du nicht einfach mit ihm' kam mir in den Sinn. Ich bekam seine Nummer und schrieb ihm also eine Nachricht, in der ich ihn um ein Treffen bat, wofür ich mich heute umbringen könnte. Letztendlich haben wir uns für einen Termin geeinigt und uns vor der Schule getroffen. Ich weiß echt nicht, was in mich gefahren ist und wie ich auf solch eine Idee kam, die den Rest meiner Schullaufbahn prägte. Er erfuhr meine Gefühle. Ich fragte ihn, ob er sich verändern würde. Er versicherte mir, dass dies nicht geschehen werde. Eins hatte ich natürlich wieder einmal vergessen: Wie werde ich mich nicht verändern können? War dies überhaupt möglich?
Ich bereue diesen Tag zwar sehr, doch durch dieses 'peinliche' Gespräch wusste ich ganz genau, dass er mich nicht mochte und auch nicht mögen wird. Nun war also Schluss mit den Unklarheiten. Er war offensichtlich die falsche Person..

_Wollt ihr eigentlich erfahren, was vor und nach diesem Gespräch mit ihm passiert ist? Falls ja, würde ich euch bitten, mir eine kurze Nachricht zu hinterlassen :) und habt ihr auch eine solche idiotische und gewagte Erinnerung haha?_


Bis morgen! <3 


02.08.2022 

Frühling 2016, 7.Klasse 
Er mochte eine andere. Diesen Satz habe ich wahrscheinlich tausendmal aufgesagt und auch beim letzten Mal tat es sehr weh. Ich wusste nicht, wie man mit einer Liebe umging, die nicht erwidert wurde. Die Jahreszeiten vergingen, meine Gefühle für ihn jedoch nicht. Ganz im Gegenteil, ich mochte ihn von Tag zu Tag nur noch mehr (auch trotz den ganzen unüberwindbaren Hindernissen, die ich damals vielleicht hätte aufmerksamer beachten sollen). Nun saß ich in der Klasse auch noch vor ihm, da unsere Klassenlehrerin darauf bestand, die Sitzordnung zu verändern. In jeder Stunde fand ich einen Weg, mit den Kollegen hinter mir ins Gespräch zu kommen. Ich machte alles, um herauszufinden, was er wann fühlte. Eins konnte ich die Jahre über aber nie vergessen: Ich sah ihn an, er das blonde Mädchen, das zwei Sitzplätze entfernt von mir saß. Dieses Bild, das eine lange Zeit in meinem Gehirn eingraviert war, beschreibt vermutlich das, was ich jahrelang erlebte. 

Ihr denkt jetzt vermutlich, dass die Story für mich schlecht ausging.. wer weiß, vielleicht ist sie das wirklich ;) wartet ab..

Bonne soirée et à demain <3

01.08.2022

Herbst 2015, 7.Klasse 
Ich entwickelte in den vergangenen Wochen und Monaten, ohne es zu wollen, eine große Liebe gegenüber dem noch weitestgehend unbekannten Jungen aus der Klasse und behielt all meine Gefühle für mich. Ich hatte zur gleichen Zeit nämlich auch gelernt, dass man den wenigsten etwas anvertrauen konnte. Ein ganzes Jahr lang beobachtete ich den Mysteriösen also, bis ich alles an ihm auswendig kannte. Das Zurückschieben seiner Haare, seinen Gang, seine Blicke bei einzelnen Gefühlsäußerungen... ich lernte alles kennen. Das einzige Problem an der ganzen Sache war, dass ich nicht mehr als diese Beobachtungen bekam. Wir waren auch nach einem Jahr zwei Fremde. Diese verwirrende Situation konnte bzw. musste ich durch meine unsinnigen Taten :) mit S., M. und M. kompensieren. Es gab wahrscheinlich keine einzige Fünfminutenpause, in der mich die Klasse nicht schreien hörte (Das ist etwas, was ich im Nachhinein loben muss -ja ich habe loben gesagt-, da diese selbstbewusste Person nie wieder auf dieser Art und Weise zurückkam). 


Schönen Abend an alle, die der Geschichte mit dem Herzen folgen können... 
Bis morgen <3 


31.07.2022

Heute möchte ich über eine sehr wichtige Person schreiben. Eine Person, die viel Schönes aber auch viel Schmerzhaftes hinterlassen hat. Hier folgt der Beginn von allem...

Sommer 2015, 7.Klasse, Erster Schultag
Nachdem unsere Klassen in den vergangenen Sommerferien neu gemischt worden sind, landete ich in einem anderen Gebäude der Schule. Meine zwei Freundinnen und ich machten uns auf den Weg ins neue Klassenzimmer. Ich entdeckte im Flur alte sowie neue Gesichter. Ein Gesicht unter diesen fremden blieb noch unentdeckt. Ich erkannte einige 'Idioten' aus der 6.Klasse (damit ist vor allem S. gemeint haha) und das machte mich unfassbar glücklich. Ich wusste nämlich, dass auch diese Phase meines Lebens durch sie witziger sein wird. 
Einige Zeit später kam unsere Lehrerin und schloss uns das Klassenzimmer auf. Wir gingen alle nacheinander rein und suchten uns -was für die Klassenclowns typisch war- einen Platz ganz hinten im Raum. Ich hätte nicht wissen können, dass diese Entscheidung die Macht hatte, mein Leben gänzlich zu verändern. Auf dem Weg nach hinten kam ich zwei braunen Augen entgegen.. zwei Augen, die werden mein ganzes Leben verändern können.. zwei Augen, deren damalige Erscheinung ich heute auch nach sieben Jahren in Erinnerung habe. Keiner im Klassenzimmer konnte meine Aufmerksamkeit derart für sich gewinnen. Ich wusste, dass diese Begegnung eine besondere war. Ich wusste... ich wusste, dass er zu einem ganz wichtigen Teil meines Lebens wird. 
Die Angst an dem Morgen jenen Tages verschwand. Ich hatte nur noch ein Auge für die neuen Umstände. Die 'Fremden' machten mir keine Angst mehr, ganz im Gegenteil, ich wollte sie kennenlernen.. 

Wie heißt es in einem irischen Sprichwort so gut: "Ein Fremder ist ein Freund, den man noch nicht kennt."   
SCHEUT EUCH NICHT DAVOR,NEUE MENSCHEN KENNENZULERNEN! 

Einen wundervollen Abend.. y hasta mañana <3 



30.07.2022

Ich war schon immer eine Person, die die Nacht dem Tag vorzog. Die Nacht hatte für mich immer etwas Besonderes. Dazu eine kurze Geschichte: 

Herbst 2014, 6.Klasse 
Wir fuhren nach I. auf Klassenfahrt. Ich war aufgeregt und glücklich. In den vergangenen Monaten hatte ich schnell gemerkt, dass ich in eine chaotische und umso verrückte Klasse reingeraten bin. Mit diesen Mitschülern war kein einziger Tag unter der Woche langweilig. Jede Situation hatte immer etwas Belustigendes. 
Der erste Tag in I. verging sehr schnell vorbei. Alle waren damit beschäftigt die neue Umgebung kennenzulernen. Ich für meinen Teil bewunderte die Landschaft und versuchte mir sie gut einzuprägen. Wir machten mit Mama und Papa sehr viele Ausflüge, doch die Zeit, die ich ohne ihre Anwesenheit an einem fremden Ort verbringen konnte, war sehr wertvoll. Das gab mir immer ein Gefühl von Selbstbestimmung. An dem zweiten Tag bestanden unsere Klassenlehrer darauf, eine lange (und öde :/) Wanderung zu machen. Nach dem Abendbrot gingen meine zwei Zimmergenossen und ich hoch aufs Zimmer. Draußen war es bereits dunkel. Links neben unserer Zimmertür befand sich ein Fenster und ich habe komischerweise erst nach zwei Tagen das erste Mal hinaus geblickt. Es war erstaunlich. Alle Laternen beleuchteten die Nacht und die Häuser sahen von der Entfernung aus wie kleine leuchtende Punkte. Die Farben rot, blau, gelb und grün waren auf die ganze Fläche verteilt. Es war wie ein kleiner Zauberwunder in der Nacht. Ich holte tief Luft und bestaunte die Aussicht. Vermutlich war dies der Beginn meiner Liebe für die Nacht. 
Man kann nicht immer alles mit Worten beschreiben, manchmal muss man die Dinge fühlen und miterleben. 

Seid heute Nacht wachsamer und versucht im tiefen Dunkeln die Schönheit zu sehen. 

Einen schönen Abend und bis morgen :) 






29.07.2022 

Sommer 2013, 5.Klasse
"Diese Schule wird einfach nur scheiße!" 
An jenem Sommer musste ich meine Grundschule verlassen und mich zu einer Schule zwingen, an der ich keine einzige Person kannte. Ich fühlte mich einsam und ängstlich, weil ich mich jeden Morgen an einen mit fremden Menschen gefüllten Ort begeben musste und das (so werdet ihr auch in den nächsten Beiträgen schnell bemerken) passte gar nicht zu meiner Person. 
Ich hätte gar nicht ahnen können, was mir diese 'beschissene' Schule alles geben konnte, dazu gehört auch meine erste Liebe. 

Mein erster Tipp an alle Leser*innen wäre also: seid nicht so voreingenommen. Gebt allem und jedem von Anfang an eine Chance. Vielleicht werden diese zu einem sehr wertvollen Teil eures Lebens :) 

Allen einen schönen Abend und bis morgen! 

<3