Jede Woche 2 Geschichten!

14./18./19.11.2022

Hallo an alle,

ich bin an der Haltestelle in der Nähe meiner Uni. Es ist recht frisch.. der Winter ist bald daa :))
Mir fällt ein, wie Chérie und ich an diesen Tagen vor genau einem Jahr aus der Spanischvorlesung kamen und uns auf den Weg zur Straßenbahn gemacht haben. Es war so schön.. ich habe mit meiner besten Freundin zusammen studiert. Was das für ein Gefühl war, kann ich euch gar nicht beschreiben. Nach dem Abitur letztes Jahr habe ich mir immer wieder eingeredet, dass nichts mehr so wie früher sein wird… dass ich meine Freunde und Lehrer nie wieder sehen werde. Mit Chérie zu studieren gab mir aber das Gefühl, dass ein kleiner Teil meines Lebens noch erhalten geblieben ist. Ein kleiner aber sehr wichtiger Teil. Als ich dann vor ungefähr 7,5 Monaten erfuhr, dass sie das Studium abbrechen würde, wurde für mich sehr schnell klar, dass nichts aber rein gar nichts mehr wie früher sein wird. Letztendlich hat sich das auch bestätigt. Ich bin allein. Ich sehe meine alten Lehrer nicht mehr, ich sehe Chérie nicht mehr. Ich vermisse den Matheunterricht, die öden Witze im Klassenzimmer.. das Lachen meiner alten Deutschlehrerin hahahah ;)) einfach alles… das Studium macht einfach nicht so viel Spaß.. es ist mein zweiter und höchstwahrscheinlich letzter ausprobierter Studiengang. Wahrscheinlich ist das eine altbekannte Einsicht; das Studium wird, vorausgesetzt man hat die weiterführende Schule nicht nur durch schlechte Erinnerungen im Kopf, nicht so viel Spaß machen. Es ist und bleibt immer eine wahnsinnig große Umstellung.

Weiter geht es an einem zweiten Tag
Heute habe ich eine sehr blöde Mail erhalten. Da ich Dienstag blöderweise die Vorlesungsuhrzeiten verwechselt habe und statt um 10 um 12 Uhr aus dem Haus ging, habe ich den ersten Teil einer wichtigen Vorlesung verpasst. Um den Stoff nachholen zu können (und eigentlich um nicht dumm dazustehen ohne den Stoff nachgeholt zu haben), wollte ich mir die Aufzeichnung ansehen. Doch zu meinem Glück gab es am Dienstag technische Probleme und genau der Teil, den ich brauchte, fehlte. Also schrieb ich meinem Prof.. was uns ständig empfohlen wird… ich schrieb der Sekretär-E-Mail, da er offensichtlich zu beschäftigt ist, um seine eigenen Mails zu checken. Ich begann mit ‚Hallo zusammen…‘, ich erhoffte wirklich eine anständige Antwort, auch wenn meine Bitte, die Aufzeichnungen aus dem letzten Jahr für uns zur Verfügung zu stellen, nicht erfüllt werden sollte. Ich erwartete nur eine anständige Antwort. Und was kam? Ein ‚vielen Dank für Ihren Antrag…‘ keine Erklärungen darüber, wieso der Prof keine alten Aufzeichnungen hochladen konnte. Undd aber das darf natürlich nicht fehlen; ein ‚kleiner Hinweis am Rande‘ wieso ich einen fremden Adressaten nicht mit ‚Hallo zusammen‘ grüßen sollte. Die Begrüßung sei informell. Ich werde euch jetzt zwar nicht die genaue Mail vortragen, auch aus dem Grund nicht, weil ich nicht weiß, ob das rechtlich erlaubt ist. Allerdings kann ich euch sagen, dass es verdammt unhöflich und unfair geschrieben war. Ich frage mich, ob Menschen, die hierarchisch höher gesetzt sind, ihre Macht immer auf diese Art und Weise ausnutzen. Wie leicht kann es sein jemandem das Herz zu brechen? Ich hätte das, was sie geschrieben hat, entweder gar nicht geschrieben oder schöner ausgedrückt. Man kann alles schöner ausdrücken. Mag sein, dass ich diese Frau L. nie sehen werde (und mag auch sein, dass mein Prof davon mitbekommen hat)… es ist und bleibt eine unverschämte Tat, die ich, als die besorgteste Person der Welt, noch viele Wochen oder Monate in Erinnerung behalten werde.
Wisst ihr das Problem ist einfach, dass die Menschen, mit denen ich in Kontakt treten muss, mir das Leben zur Hölle machen und versuchen, mich als ungebildetste, dümmste Person der Welt darzustellen.
Natürlich hat mich diese Mail zum Weinen gebracht. Ich ging zu den Mädels in die Bib, setzte mich hin (sie wussten durch meinen Screen bereits, was vorgefallen war) und fing an zu weinen. Ich hasste es… ich wollte einfach nur dort sitzen und weinen… alles wurde mir in dem Moment einfach zu viel. Letztendlich schafften es die Mädels, mich zum Lachen zu bringen. Wie komisch oder? Wären sie heute nicht da gewesen und hätten sie nicht über diese blöde Frau hergezogen (es befanden sich Bilder von ihr auf der Homepage meiner Uni), dann wäre ich heute vermutlich schon viel früher nach Hause gegangen. Aber das passierte nicht, ich bin auch verwirrt darüber hahhaha :))

Ich versuche euch seit einer Woche die Geschichte hochzuladen.. es klappt irgendwie nicht haha.. immer verspäten sich die Geschichten. Tut mir wirklich leid. Heute ist Samstag und das heißt, wenn auch nur wenig, Freizeit...

Ich bin so verwirrt. Ich will Montag nicht zur Uni... ich möchte zu meiner alten Schule. Ich möchte Herrn. F und Herrn S. wieder sehen... ich möchte mit meiner alten Klasse wieder Mathe haben. Ich möchte wieder lachen können...

24.08.2020
Französich-Unterricht
Ich weiß nicht, was Sinn und Zweck der Aufgabe war, aber wir begannen Wörter zu übersetzen und als 'Eselsbrücke' wurden Wörter aus meiner Muttersprache gewählt.
Nach jedem Wort versuchte Frau V. auch das fremde Wort vorzulesen hahahaha... es hörte sich jedes Mal so witzig an. Und da ich als einzige diese Fremdsprache beherrschte, fragte sie mich ständig, wie das Wort ausgesprochen wird.
Wir kamen zu dem Wort 'Cooperation' (= Zusammenhalt). Sie fragte mich 'und auf ...?'. Wir starrten uns gegenseitig an... ich überlegte, doch das Wort fiel mir nicht ein. Ich überlegte offensichtlich eine Sekunde zu lang, da sie 'Du musst dein ... aber verbessern' sagte. Monte Christo, der vor mir saß, drehte sich um und wir beide fingen an zu lachen ;))) jede Sekunde mit ihm, in der nur wir wussten, worüber wir lachten, gefiel mir sehr. In dem Moment lachten wir, weil er und ich, ständig Witze miteinander machten und genau wussten, was wir fühlten. Er wusste, dass ich das nicht ernst nehmen würde.

Ich vermisse Frau V. und MC sehr...

Ich erinnere mich, wie ich mich in der 9.Klasse, als ich vor MC saß, ständig darüber 'ärgerte', dass er auf den Boden stampft.. nicht laut aber für mich gut zu hören. Ich drehte mich immer um und sah ihn an.. er dachte, dass ich mich gestört fühlte und hörte auf. Ich habe es dir nie gesagt MC, aber... ich liebte das. Es gab mir einen Grund, mich umzudrehen und dich anzusehen, na ja wirklich ansehen war es nicht, ich forderte dich nur heraus.. ich sagt mit meinen Blicken  'Hör auf oder..' aus. Ich wusste immer, dass du aufhörtest, weil du ein höflicher Junge warst. Bist du das heute auch noch? Ich weiß nicht, ob du dich in den letzten 1,5 Jahren verändert hast. 

Ich habe für euch keine weite längere Geschichte. Mir fällt nichts mehr ein und auf der Worddatei fand ich nichts passendes. Hoffe, dass das ausreicht <3 

Einen schönen Abend und vielleicht meldet ihr euch? Ich bräuchte ganz dringend ein Feedback... gefällt euch der Blog?  Mache ich wenigstens diese Sache gut? 




01./03./10.11.2022 

Hurra der November ist da! Freut ihr euch auch? Der November ist die einzige Sache, worüber ich mich gerade freuen kann. Ich sitze an meinem Schreibtisch, verwirrt und allein. Ich weiß nicht, was ich früher als kleines Kind gemacht habe, als es mir schlecht ging. Vielleicht bin ich zu meiner Mama gerannt, um ihr das zu erzählen, was mich bedrückte... vermutlich sagte sie aber nicht großartig viel und schickte mich dann wieder in mein Zimmer. Sie selbst werde ich vermutlich auch nie fragen. Als würde sie mir je die wahre Antwort auf diese Frage geben können. Ich beschuldige sie nicht. Sie hatte oder hat sehr große Probleme, die sie überwältigen muss. Ihr geht es von Tag zu Tag schlechter, das weiß und sehe ich. Doch ich sehe auch,... wie sehr ich, als 20-jährige, darunter leide. Ändern können wir es nicht.. und ich glaube, dass mich genau diese Einsicht mitnimmt.
Also, wo waren wir stehen geblieben genau; die Lage heute. Heute versuche ich meine Probleme, so GUT ES GEHT, selbst zu lösen, denn immer wenn ich um Hilfe bitte, kommt diese entweder zu spät oder gar nicht. Ich kann euch nicht sagen, ob diese Worte zu 100% stimmen! Ich habe, wie ihr alle, nur eine subjektive Perspektive... ich kann auch nicht in Köpfe anderer hineinsehen, auch wenn das manchmal nötig gewesen ist, um mich aufrechterhalten zu können.
Ich vermisse Chérie... sehr... sie ist seid zwei Monaten in S. Dass es schwer werden würde, haben wir uns schon gedacht... aber derart… und sonst? Sonst läuft zurzeit GAR NICHTS…

Ich schreibe euch dieses Mal an zwei verschiedenen Tagen. Daher bin ich gerade im E.Bahhnhof. Wie seltsam, es ist dunkel, mir ist kalt und ich will nach einem langen Unitag einfach nur nach Hause. Ich fühle mich verloren.. und da kommt meine Bahn.. und eingestiegen.

Ich habe eben nochmal in meinen alten Tagebuchwordseiten nachgelesen und für euch etwas gefunden:

05.03.2020
Ein Tag vor der Französischklausur. Ich hasste den letzten Tag vor der Klausur, denn dieser Tag bedeutete für mich nichts außer Stress. Ich war nämlich für gewöhnlich eine Kurzzeitlernerin (Für meinen jetzigen Studiengang kann ich das mal schön vergessen hahahaha). 
Es war Donnerstag und das bedeutete, trotz der anstehenden Französischklausur, etwas Schönes. Ich hatte lediglich Kunst, Spanisch und Philo. Das machte meine Donnerstage zu den besten. Denn das waren Fächer, die mich entweder begeisterten oder die ich mit reinem Quatschen verbrachte hahah. Letztres galt vielmehr für den Kunstunterricht. Wir hatten mit Monte Christo und einem Freund zusammen Kunst. Die letzten Wochen begannen wir mit der ‚Druckarbeit‘. Eine Kunst, die mich nicht wirklich begeisterte.. vermutlich begeisterte mich dieses Fach gar nicht, wohl eher Monte Christo.. wenn man bedenkt, dass er ein Architekturstudium begonnen hat. 
Wir drei saßen also an dem Vierertisch und kratzten in unsere Platten, die Frau P. uns gab. Später sollte ein Selbstportrait durch ‚Drucken‘ entstehen, so ähnlich wie früher die Zeitung der Oma und des Opas gedruckt worden sind. Unser Tischnachbar war wie immer als einer der ‚Oberschlauen‘ fertig gewesen, sodass er schon im Keller drucken konnte. Monte Christo und ich brauchten noch etwas. Wir saßen zu zweit an einem Vierertisch und sprachen kaum. Das taten wir meistens nicht. Er begann, so schrieb ich es in das Worddokument, mich zu nerven (was ich nicht verstehe, weil eher ich diejenige war, die irgendwen nervte). Also drehte ich mich zu dem Tisch, der sich unnötigerweise genau hinter meinem Stuhl befand, um und kratzte dort weiter an der Platte (Ziel war es die Konturen meines Gesichtes so zu kratzen, dass am Ende nur die ungerührten Flächen durch schwarze Tinte ihren Platz auf einem weißen Papier fanden, und ja Leute es ist mir auch gelungen hahah). Ich war verstrickt in dem, was ich da tat und wollte den Jungen hinter mir, der unbemerkt die letzten Jahre meines Leben prägte, ausblenden. Einige Zeit machten wir weiter.. ich meinen Rücken zu ihm gewandt, versuchte einfach nur weiterzumachen. Irgendwann, dann als ich es gar nicht erwartete, berührte mich etwas am Rücken. Ich sprang mit voller Wucht auf. Dabei knallte mein Knie gegen den Tisch, so laut, dass alle im Kurs zu mir rüber blickten. Ich drehte mich rasch um und sah, dass MC lachte, in seiner Hand befand sich ein Lineal. Ich musste grinsen. Er hatte mich tatsächlich mit dem Lineal erschrecken können hahaha. Das war leicht, man brauchte mich nur kurz anzutasten und ich erschrak. 
Einige Zeit später drehten sich alle im Kurs wieder um, MC hörte auf zu lachen und ich setzte mich wieder hin. Er fragte, ob ich mich verletzt hatte. Ich verneinte es und wir machten grinsend dort weiter, wo wir aufgehört hatten. 

Wieso erzähle ich euch noch von MC? Liebe ich ihn noch? Nein... vor einem halben Jahr kam nicht mal ein sicheres Nein hervor. Doch ich bin mir nicht sicher, ob ich wieder werde so empfinden können. Er war meine erste wahre Liebe. Wie naiv ich war... wie lange hätte man denn noch eine Person lieben können, die nichts für einen selbst empfand. Es waren 6 Jahre... 6 Jahre, in denen ich ständig versucht habe, an seiner Seite zu stehen. Dabei wollte er das gar nicht. Er brauchte mich nicht. Ich brauchte es aber.. durch ihn stand ich morgens auf und zwang mich zur Schule zu gehen. Heute gehe ich zur Uni, manchmal gezwungen, kein Thema, aber es gibt nichts und niemanden, der mich motiviert. Ich mache es selbst. Ich weiß, wofür ich kämpfe... ich weiß, was ich werden möchte und was ich dafür zu tun habe. 
Also ein Tipp: setzt euch Ziele... Ziele, für die nur ihr selbst kämpfen könnt. Wollt ihr Muskeln aufbauen? Dann macht Sport... die ersten Wochen nur einmal pro Woche... die nächsten mehrmals in der Woche. Wollt ihr ein Buch schreiben? Schreibt die ersten Sätze in fünf, sechs, sieben... Wochen... ABER macht etwas! Tut es für euch! nicht für jemanden, der es gar nicht verdient. Es kann sein, dass ihr Personen trifft, die euch bei der Erreichung dieser Ziele helfen wollen.. dann seid ihr mir und wahrscheinlich vielen anderen einen Schritt voraus, umso schöner ist es dann für euch! Schätzt das wert..

Hier enden meine Worte, doch steht genau jetzt auf und macht etwas für EUCH... es wird sonst keiner für euch tun, viel Glück.. 

Einen schönen Abend <3 

28.10.2022

Zuallererst möchte ich mich entschuldigen. Ich versuche an die Website/ den Blog zu denken und ein paar Sachen zu schreiben, doch es ist so schwer. Ich habe die letzten 2,5 Wochen jeden Tag gelernt. Unsere Leiter sagen ständig, dass wir uns einen Tag in der Woche frei nehmen sollen, um uns auszuruhen. So ganz ist mir das die letzten Wochen nicht gelungen, sieht auch so aus, als würde es mir diese Woche auch nicht gelingen, aber ich versuche es zu ändern. Der Anfang ist immer schwer, das weiß man ja. Und wenn man bedenkt, dass ich vorher nicht von morgens 8 Uhr bis abends 19 Uhr Vorlesungen hatte, wird es noch ein wenig dauern, bis ich mich dran gewöhnt habe. 
Alles drum und dran: der Studiengang gefällt mir. Ich bin interessiert :) das ist doch wenigstens eine schöne Nachricht. Mit den Mädels, die ich kennengelernt habe, läuft nicht immer alles so, wie ich es gerne hätte, doch das wundert mich nicht. Ich bin eine SEHR introvertierte Person. Ich kann nicht immer mit allen Menschen gut umgehen. Letztens habe ich sogar bemerkt, dass ich keine Komplimente annehmen kann... ich weiß einfach nicht, wie man mit ihnen umgeht und was man sagen sollte. Aber ich bin dabei, es zu lernen.. vielleicht gelingt es mir irgendwann.. 

Gestern saß ich neben einem sehr höflichen Jungen. Ich möchte euch ein wenig darüber erzählen. 
Ich kam, wie immer, zu spät in den Hörsaal. Alle saßen bereits und ich konnte oder wollte die Mädels nicht finden. Also setzte ich mich nach ganz oben in eine nahezu leere Reihe. Nicht lange später kam T. in den Hörsaal und suchte zunächst die anderen. Er fand aber keinen.. außer mich. Ich sah schnell weg, noch bevor wir Augenkontakt hatten, doch dann kam er auf mich zu. Er setzte sich neben mich. Wir begrüßten uns. Der Dozent hatte bereits angefangen zu sprechen, also schallte seine Stimme in den ganzen Hörsaal und ich musste nicht mehr weiter mit dem Neuen sprechen. Herr v. C. sprach und sprach... ich hasste sein Fach, entschuldigt (ihr werdet diese Entschuldigung irgendwann noch verstehen, wenn ihr meinen Studiengang beim Namen kennenlernt). Ich schrieb, so gut es ging, mit. Es verging ca. eine halbe Stunde, doch der Junge neben mir schrieb nichts auf. Er hatte lediglich den G. mit. Irgendwann musste ich ihn einfach fragen, wieso er nicht mitschrieb. Er sagte, dass er handschriftlich nicht mitkommen würde und dass sein Laptop zu groß für die Tische an der Uni sei (ICH HASSE DIESE UNGEMÜTLICHEN UND AUS HOLZ BESTEHENDEN STÜHLE, MEIN GANZER KÖRPER LEIDET SEID 2 WOCHEN). Ich fragte mich nur, wie er das ganze Wichtige, das meistens nicht auf den Folien stand, mitnehmen wollen würde, doch es sollte mich nicht länger interessieren, also drehte ich mich zu Herrn v. C. um und versuchte seine öden Worte irgendwie aufs Papier zu bringen. Während den meisten Vorlesungen schrieb ich aber mit meinen Freundinnen auf WP. Gestern war es S. aus B. Ihr hört heute das erste Mal etwas über S. Sie ist meine Internetfreundin.. wir haben uns vor 3,5 Jahren kennengelernt. Ich bin so dankbar, sie an meiner Seite zu haben. (Ab jetzt werde ich sie Engelchen nennen ;) , UND EIN KLEINER TIPP: ich habe vor 3,5 Jahren EINE gute Freundin kennengelernt, ihr solltet aber nicht vergessen, dass soziale Median auch gefährlich sein können. Macht bitte nichts Unerlaubtes und nichts, was eure Eltern euch nicht erlauben!) Wir schrieben also mit Engelchen während der Vorlesung, da sie sich offensichtlich auch langweilte. In ihrem Land sind die Univorlesungen irgendwie anders geklärt, es wundert mich auch heute noch hahah. Ich musste die ganze Zeit grinsen... weil ich genau das an diesem Morgen brauchte. Ich ging ungewollt zur Uni. Der Vortag mit den Mädels lief nicht so gut und das Fach donnerstags war einfach langweilig. Ich grinste weiter, bis ich ein Magenknurren hörte. Ich versuchte, so gut es ging, einfach weiter auf dem Display zu tippen, damit es für den Jungen neben mir nicht noch unangenehmer wurde, denn ich kannte diese Situationnnn! Und dann knurrte sein Magen nochmal und er begann sich schon zu bewegen, damit es aufhörte (deshalb trank er also vor 5 Minuten ca. 200ml Wasser auf einmal, wie ich es immer tat, wenn mein Magen kurz davor stand, wilde Spielchen zu spielen). Ich tippte unauffällig weiter und legte das Handy zur Seite. Ich wusste, dass ich etwas tun musste, denn dieser brüllende Magen hätte dieses Spielchen die nächsten 45 Minuten weitergespielt. Ich fragte Engelchen, ob es gut wäre, ihm Kekse anzubieten. Ich erklärte ihr, dass diese Situation eine Notlage sei hahah. Sie bejahte meine Frage. Also holte ich die Kekse aus meiner Tasche heraus, die ich am Vorabend für solche Momente eingepackt hatte. Ich öffnete die Verpackung und nahm einen Keks heraus (nur damit er auch auf jeden Fall einen Keks nahm) und biss ab. Dann reichte ich die Verpackung dem Jungen und damit es nicht unangenehm für ihn wurde, erklärte ich ständig, dass das total normal sei und dass man um 8 Uhr morgens Hunger haben konnte (vor allem wenn man bedenkt, dass wir alle bereits um 6-7 Uhr wach waren und dass ein normaler Mensch um diese Uhrzeit nicht frühstücken konnte, meine Meinung hahah kann bei anderen Menschen unterschiedlich sein, mein Magen schläft um 7 Uhr noch). Ich wurde total glücklich, als er mein Angebot annahm. Die nächsten Minuten deutete ich immer wieder auf die Verpackung hin, damit er weitere Kekse aß. Ich wusste nämlich, dass ein knurrender Magen nicht mit einem einzigen kleinen Keks die Fresse halten würde :/ . Er nahm sich noch einen Keks und sein Magen schwieg. Yey ich hatte es geschafft :) 
Diese fünf Minuten an einem Morgen, an dem ich definitiv nicht zur Uni wollte, erfreuten mich. Ich mochte es, wenn ich Menschen helfen konnte bzw. durfte. Hätte er mein Angebot falsch verstanden, wäre ich total traurig gewesen. Trotz dieser Angst habe ich es ihm angeboten, damit er wusste, dass das normal war. 
LEUTE: MAGENKNURREN IST NORMAL! Normalisiert diese menschlichen Sachen in eurer Umgebung. Welcher Mensch hat morgens um 8-9 keinen Hunger? Welcher Mensch muss mal nicht laut seine Nase putzen, rülpsen oder ganz banal ausgedrückt: Gas freilassen? Hört auf, in welchem Alter ihr euch auch gerade befindet, euch über solche Sachen lustig zu machen! Es ist nicht fair. Nur weil ihr diese Sachen in der Öffentlichkeit gut verbergen könnt, heißt es nicht, dass es ein anderer genauso gut können muss! 
Leider setzten wir uns mit dem Jungen in der zweiten Einheit auf andere Plätze. Ich hätte gerne noch weiter mit ihm geplaudert hihhihi. 

Habt eine schöne Restwoche <3  



17.10.2022

Hey, meine treuen Leser :)
Es ist schwer zu erklären, wie ich mich gerade fühle. Eigentlich läuft das meiste. Mein neuer und keineswegs einfacher Studiengang interessiert mich wirklich. Ich bin tatsächlich begeistert! Doch irgendwie muss diese Chaosfee ja die falschen Personen treffen. Ich weiß nicht, was ich gemacht oder gesagt habe, aber das Mädchen, mit das ich mich vor einer Woche noch sehr gut verstand, behandelt mich jetzt wie ein Stück Müll. Sie verzieht das Gesicht, als wäre ich ein Stück Schrott, das sie nicht länger beachten müsste. Eigentlich ist oder sollte mir das egal sein. Ich merke jedoch, dass das öfter vorkommt. Was stimmt an mir nicht, dass die Personen nicht mit mir reden wollen? Diese Frage stelle ich mir, doch es ist sinnlos und so ungerecht gegenüber mir selbst. Ich darf nicht zulassen, dass eine bescheuerte Person mich runterzieht. Wieso auch? Sie bedeutet mir nichts. Und weil sie mir mit ihren Blicken heute wehgetan hat, habe ich mich in der ganzen Vorlesung schlecht gefühlt. Ich habe ihr nichts schlechtes gewünscht, doch kurze Zeit später ist ihr etwas Nerviges zugestoßen, was mich nicht interessierte, da sie es verdiente. Ich glaube daran, dass Menschen, die einem wehtun, etwas Schlechtes widerfahren. Das ist die Regel der Welt. Jeder, der einem Unrecht tut, muss dasselbe erleben. Das ist mein Gerechtigkeitsempfinden, das in meinem Leben bisher nur mich selbst zu betreffen scheint. Alle Personen scheinen mit ihrem Leben zufrieden zu sein. Ich weiß natürlich, dass das nicht immer so ist und dass diese Menschen auch Probleme haben, doch irgendwie schaffen sie es, diese zu verstecken. Wieso gelingt mir das nicht? An welcher Stelle meines Herzens befindet sich der Splitter, der sich nicht entfernen lässt?

Winter 2020
MC hatte im Winter immer diese eine schwarze Jacke an. Sie stand ihm sehr gut. Wir hatten montagmorgens die erste Stunde zusammen Unterricht. Er, ein weiterer Freund und ich, wir saßen an einem Tisch.
Auch an diesem Montagmorgen machte ich mich auf den Weg zum K.-Raum. Unser dritter Tischnachbar stand bereits, wie gewöhnlich, vor der Tür. Er kam gelegentlich etwas früher zum Unterricht. Ich hingegen schaffte es regelrecht gerade Mal beim Klingeln zum Unterricht vor dem Schultor zu stehen hahah. An diesem Morgen war ich jedoch pünktlich angereist. Ich stellte mich gegenüber von J. und wir begannen zu reden. Kurze Zeit später bemerkte ich eine Gestalt neben mir, die mich am Arm berührte. Ich brauchte mich gar nicht umzudrehen, da ich ihn vom Augenwinkel an der schwarzen Jacke erkannte. Es war Monte Christo, der sich energisch neben mich stellte, mich dabei, höchstwahrscheinlich unbeabsichtigt, berührte und uns einen guten Morgen wünschte. Ich guckte ihn nicht länger an, da stets die Gefahr bestand, rot anzulaufen. Also sah ich die meiste Zeit über eher zu J., als zu MC, was keineswegs gewollt war.

Nächste K.-Stunde
Da wir im Unterricht von Frau P. immer redeten, als irgendeine Aufgabe zu bearbeiten, bestand für heute auch die Wahrscheinlichkeit, mit MC über persönlichere Dinge zu sprechen. An jenem Tag ging es um meinen alten Kindergarten, dessen Standort ich den beiden Idioten zu erklären versuchte, doch mein Kindergarten liegt irgendwo im nirgendwo, also nicht leicht zu finden. Da wir alles versuchten, jedoch erfolglos dastanden, sagte MC: "Mach deine Augen zu". Ich kam seiner Forderung entgegen und schloss die Augen. Danach begann er von einem bekannten Markt aus mit mir gedanklich den Weg zu gehen. Geradeaus, rechts, danach nochmal rechts und weiter geradeaus. Schließlich standen wir  beide vor meinem Kindergarten. Ich öffnete wieder die Augen. Wir hatten beide denselben Gedanken: "Wir haben es drauf ;)". 

Es klingelte zur Pause und wir machten uns auf den Weg in die P. Monte Christo kam vorerst nicht mit, da er noch etwas zu erledigen hatte (so richtig weiß ich es nicht). Also gingen zwei Kumpels und ich in die P. Alle anderen trafen wir dort, auch Chérie, die ich immer auf eine ganz persönliche Art begrüßte. Wir alle redeten umher. Ich stand vor dem besten Freund Monte Christos und wir redeten über eine tiefgehende Sache (so musste es zumindest sein, da ich die Sache im Folgenden zuerst gar nicht realisieren konnte). Alles, was ich in der nächsten Sekunde spürte, war eine Hand einer Person an meinem rechten Arm, die mich zu sich zog. Ich drehte meinen Kopf nach links und sah ihn. Ich sah Monte Christo und verstand zuerst gar nicht, was er da gemacht hatte, da ich noch fest im Gespräch war. Er lachte. Dieser Momente dauerte höchstens fünf Sekunden. Ja, ihr habt richtig: gehört fünf Sekunden... und doch kann ich mich heute noch an ihn erinnern. 

Wieso machte MC das? Wieso versuchte er mich zu umarmen? 
Eine Antwort auf diese Fragen bekam ich, wie immer, nie. 

<3 gute Nacht 

13.10.2022

Immer wenn er kam, bekam ich dieses mulmige Gefühl im Magen. Mir wurde schlecht, ich konnte mich nicht konzentrieren, geschweige denn ihm eine anständige Antwort auf seine Fragen geben... vielleicht war das der Grund, wieso MC und ich uns nie wirklich über 'normale' Dinge unterhielten. Unsere Gespräche hatten entweder etwas zutiefst Störendes oder etwas Witziges. Wir bekamen es nie hin, ein anständiges Gespräch zu führen. Im Nachhinein merke ich, wie sehr das stimmt und wie sehr es mich beeinflusst (hat).

Eine Geschichte zu den letzten Jahre (genaues Datum werde ich hier nicht angeben)
Wir haben mit Monte Christo über die Ferien geschrieben. Irgendwie kamen wir zu dem Entschluss, dass MC mehr Bücher lesen musste (wohl eher kam ich zu diesem Entschluss, da es ihm egal sein musste). Also haben wir uns darauf geeinigt, dass ich ihm eins mitbringe. Ich hatte mich total gefreut. Und weil ich ihm geschrieben hatte, dass man zunächst die ersten 100 Seiten eines Buches lesen musste, um entscheiden zu können, ob es ein gutes Buch ist, habe ich die ersten 100 Seiten des Buches gelesen. Es gefiel mir. Es handelte von den 60er und 70er Jahre in Spanien. Ich wollte ihm zeigen, dass Bücher lesen auch etwas sehr Cooles sein konnte. Ich wollte, dass es ihm immer gut geht. Selbst zu dieser jungen Zeit wusste ich, dass Bücher lesen das Gehirn trainieren und Stress vermindern konnte. 

Erfreut wartete ich auf die erste Schulwoche. Ich wollte ihm so schnell wie möglich das Buch geben. 
Es vergingen Tage, von seiner Seite aus kam jedoch nichts. Er konnte mir in die Augen schauen, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken, was wir vereinbart hatten. Jeden Tag wartete ich darauf, dass er etwas sagte. Es wurde immer unwahrscheinlicher, dass er sich an unseren Chat erinnerte (als ob er das je getan hätte). Ich hatte die Schnauze voll, das weiß ich noch sehr gut. Ich wollte ihm dieses verdammte Buch geben. Ich hatte die ersten 100 Seiten gelesen und ging davon aus, dass es ihm auch gefallen würde! An jenem Freitag, nach dem Französischunterricht wurde es mir zu viel. Wir gingen aus der Schule. Er machte sich auf den Weg zu dem Mercedeswagen seiner Eltern. Ich wusste in dem Moment, als er an mir vorbeiging 'jetzt oder nie!', also sagte ich: "Sag mal, willst du das Buch eigentlich noch haben?" 
Ich hätte mit der Antwort rechnen müssen, doch diese naive Art damals war wie festgenagelt an mir. Er erwiderte nämlich: "Welches Buch?" Eins stand fest: er hatte in jenem Moment die härteste Ohrfeige verdient. Ich wurde sehr wütend, doch was ich damals anscheinend noch nicht begriffen hatte war dies: ich war jedes Mal vielmehr traurig und enttäuscht, als wütend. Er beachtete mich nicht, merkte sich nicht einmal die kleinsten Dinge über mich. Ich war ihm schlichtweg egal. 
Da ich zu stolz war und es hätte auch wegen meines Schocks nicht anders klären können, habe ich nur gesagt: "Ah ja egal". Diese Enttäuschung könnte ich euch gar nicht erklären. Stellt euch nur ein Fach vor, in dem ihr richtig schlecht (gewesen) seid und eine Arbeit drin schreibt. Ihr wisst eigentlich auch, dass diese Klausur mies gelaufen ist und dass ihr vermutlich keine so schöne Note bekommen werdet. Trotzdem hofft ihr oder hoffen wir eine gute Note zu bekommen. Genauso hoffte ich jedes Mal, dass MC mir etwas nicht enttäuschendes entgegnete, vergeblich. 
Nicht viel später sagte er, dass er das Buch doch schon gerne haben wollen würde und es mal ausprobieren könnte. Allzu erfreut war ich natürlich nicht mehr. Trotzdem bereitete ich das Buch vor, hatte vorher schöne Zitate markiert und nun schrieb ich zuletzt eine kleine Notiz. Ich schrieb, dass die ersten 100 Seiten gar nicht so schlecht sind, dass er es mir aber trotzdem, sofern es ihm nicht gefiel, zurückgeben konnte. Ich packte die Notiz in das Buch und das Buch in meinen Ranzen. Es würde morgen bei MC sein werden. 
Am nächsten Morgen konnte ich ihm das Buch vorerst nicht geben. Ich schämte mich... alle anderen 'Jugendlichen aus der Stufe' hätten das gar nicht verstanden. Eventuell hätten sie sich sogar lustig drüber gemacht. Also beschloss ich es ihm später zu geben. Wann genau ich es ihm gegeben hatte, weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur, dass es in einer großen Pause war. Neben eins seiner Freunde sagte er, dass er das ganze Buch übers Wochenende zu Ende lesen würde.
Und dann? 
Ein Tag, zwei Tage, drei Tage, vier Tage... 17 Tage.. nichts. Er sagte gar nichts. Bis heute weiß ich nicht, ob er das Buch gelesen hat... ob er es überhaupt geöffnet hat. Und natürlich ist fraglich, ob er meine Notiz gesehen hat, da ich ihm ausdrücklich geschrieben hatte, dass er mir das Buch zurückgeben konnte, sofern es ihm nicht gefiel. 
Vermutlich liegt das Buch in irgendeiner Ecke in seinem Zimmer. Unberührt und allein. 

Bis zur nächsten Geschichte <3


08.10.2022

Ich muss gerade total weinen. Leider kann ich wieder einmal den Grund meiner Trauer nicht definieren. Heute wollte ich euch  trotzdem über eine etwas schöne Erinnerung mit Monte Christo schreiben.

Winter 2019
An diesem Tag hatte eine Mitschülerin Geburtstag. Chérie, Monte Christo, ich und weitere Freunde waren bei ihr zu Hause eingeladen. Chérie konnte nicht kommen, da sie übers Wochenende mit ihrer Familie auf einer Hochzeit sein musste. Absagen käme gar nicht in Frage, da der beste Freund ihres Vaters geheiratet hatte. 
Ich war die erste, die am Haus ankam. Ich war nervös. Immer kam ich vorher als MC und dann wurde ich rot (ich wusste nicht wohin mit den Händen oder was ich sagen sollte), sobald er ankam. Nach und nach kamen alle eingeladenen Freunde, die ich alle aus der Schule kannte. Nur MC war noch nicht eingetreten, was uns nicht wundern sollte, da er immer später kam. Kurze Zeit später, genau dann, als wir alle bereits am Esstisch saßen, kam er. Wir aßen unsere Pizzen und gaben unsere Geschenke. Die 'blöde Kuh' kam bei meinem Geschenk an und nahm die Geburtstagskarte in die Hand. Ich dachte, dass sie sie laut vorlesen wollte, also musste ich etwas tun. Ohne zu zögern riss ich ihr die Karte aus der Hand. Alle schauten mich an. Ich kam seinen irritierten Augen entgegen. Natürlich musste ich mich rechtfertigen. Ich brachte nur ein "Ich mag es nicht, wenn man es laut vorliest." hervor. Was hätte ich sonst sagen sollen, es war die Wahrheit. 
Wir machten mit MC ein Wasserwettrennen... wir lachten. Auch wenn mir alles unangenehm war, ich musste diese Nacht genießen, weil sie ein paar Stunden mehr in der Woche mit MC bedeuteten. 
Nach dem ganzen Gelächter machten wir uns auf den Weg zum Bowling. Ich hatte vorher noch nicht gebowlt. Deshalb wusste ich nicht, wie dieser Tag enden würde. Wir zogen unsere Bowlingschuhe an und machten uns Platz gegenüber einer Bahn. Hintereinander begannen wir die Kugeln zu schleudern, doch ich bekam es einfach nicht hin. Ich bekam nicht wirklich einen einzigen Kegel runter. Es nervte, doch ich war nicht gekommen, um zu gewinnen. So doll interessierte es mich nicht.. es hätte mich noch weniger interessiert, wenn ich nicht hätte die Blicke der anderen ansehen müssen. (Diese Blicke anderer Menschen, die mich nicht interessieren sollten, es aber jedes Mal tun. ahhhhh!!!) Nun ja wir spielten einfach weiter. Irgendwann, ich glaube nach 7-8 geworfenen Kugeln, schlenderte ich mich hoffnungslos vor die Bahn. MC kam mir hinterher und sagte: "Versuch den Arm gerade zu halten". Ich weiß, vermutlich ist das gar nicht glaubwürdig, doch nach seinen Worten traf ich das erste Mal haha. Er motivierte mich auf einer ganz anderen Art und Weise. Das bekam er immer hin :) 
Ich kann es gerade selbst nicht fassen. Brauchte ich seine Hilfe, um es hinzubekommen? Oder ließ ich mich das glauben? 
MC danke, schließlich hast du mir das Bowlen beigebracht ;) 

Bis nächste Woche <3 


06.10.2022

Es sind genau sechs Jahre her, dass ich mit meiner Klasse in E. war. ‚Wie schnell die Zeit vergeht‘ wollte ich schreiben, doch dann fiel mir auf, dass diese Zeit gar nicht so schnell vorbeiging. Ich habe so viele Erinnerungen, gute sowie schlechte. Die schönsten Momente habe ich wahrscheinlich schon vergessen, denn für gewöhnlich behalte ich eher die schlechten Momente.. das mache ich wirklich nicht bewusst. Ich habe versucht bzw. versuche immer noch das zu ändern. So erfolgreich bin ich wohl noch nicht gewesen. 

Seit letzten Montag habe ich Einführungsveranstaltungen an der Uni. Sie verlaufen zum Teil total langweilig ab, zum Teil verschönert ein witziger Kommentar von meinen Kommilitonen die öden Stunden. 
Heute beispielsweise kamen wir alle um 9 Uhr für eine Veranstaltung, doch die Dozenten/ Mitarbeiter waren nicht da. Wir haben gewartet. Zeitgleich telefonierte einer aus der Gruppe mit einer Mitarbeiterin aus der jeweiligen Ansprechstelle. Er war total genervt, weil die Mitarbeiterin auflag und so tat, als wäre dies einem Leitungsproblem geschuldet. Wir mussten alle lachen weil K. einfach nicht aufhörte, sich über die Frau und ihr gespieltes Auflegen aufzuregen. Um genau 10 Uhr kamen dann die Mitarbeiter und erklärten uns die Fächer, die wir dieses Semester belegen sollten, was zum Teil total unnötig war, da wir durch die Homepage einen Musterstundenplan bekamen und dazu die Fächer schon belegt hatten. Nur kann ich auch den Herrn K. verstehen, der uns unterstützen will und zudem sehen will, dass wir  diesen Bachelorstudiengang erfolgreich abschließen. Dieser Mann, der uns heute total Angst gemacht hat (von wegen "Lernen, lernen, lernen" hahah), jedoch ständig wiederholte, dass wir das hinkriegen werden. Ich verrate euch noch nicht, was genau ich studiere, vielleicht kommt ihr durch die nächsten Beiträge selbst drauf :) 

und zu einer anderen Sache, die ich bisher nicht geschrieben habe:
Wisst ihr, ich weiß nicht, wo das Problem liegt. Ich habe Schmerzen, die ich keinem erzählen kann. Ich werde rot, sobald mich auch nur ein einziger Fremder ansieht... ich kann nicht unter zehn Menschen normal und langsam reden... ich fühle mich in meiner Haut nicht wohl... ich, ich, ich... das könnten hunderte von Zeilen werden. Ich frage mich, ob das an meiner Kindheit liegt, ob genau dann etwas passiert ist. Wie kann sich ein Mensch derart hassen? Wie kann man nichts Schönes an sich selbst finden? Ich versuche meiner kleinen Schwester die 'Selbstliebe' beizubringen.. ich versuche ihr zu erklären, dass es falsch ist, sich selbst dumm oder doof zu nennen. Wie kann ich anderen eine Hilfe sein, ohne es für mich sein zu können... 
Morgen wollen wir mit einer Uni-Gruppe zu den ...-Treppen gehen und dort mit etwas Essen Uno spielen. Jetzt ratet mal, was das Problem ist? Ja, richtig geraten. Ich werde wieder rot, fühle mich in keiner Kleidung wohl.. wie soll das weitergehen? 

Was genau wollt ihr noch hören? Schreibt es mir gerne.

Hasta luego 

02.10.2022

Hallihallo nach einer etwas längeren Zeit. Ich wollte eigentlich schreiben, doch ich hatte nicht wirklich die Gelegenheit dazu.
Diese Woche begannen meine Einführungsveranstaltungen an der Uni. Sie waren so öde, dass es nicht einmal wert ist, über sie zu berichten. Also werde ich es auch nicht machen. Ich will nur, dass diese ganzen Veranstaltungen ihr Ende finden und die Vorlesungen so schnell wie möglich beginnen (nun ja diese beginnen erst in 1,5 Wochen:/ ). Aber ich schreibe nicht aus einem sinnlosen Grund genau heute. Soeben habe ich meiner kleinen Schwester von meinem Schulleben erzählt. Und dieses Mal waren es tatsächlich schöne Erinnerungen.. ich habe mich, nachdem meine Schwester endlich eingeschlafen war, gefragt, ob ich meine Schule wirklich so in Erinnerung habe… weil mir in der Regel keine schönen Erinnerungen einfallen.. weil ich nur noch schlechte Momente im Sinn habe und natürlich die eine Szene… der Abschied von all den Leuten, von all den Räumen, die mir etwas bedeuteten.. Lehrer, Räume.. Orte, die in den letzten Jahren eine Selbstverständlichkeit zum Lernen wurden, sollten jetzt kein Teil mehr von mir werden.. es war, nein es ist schwer, das zu akzeptieren!

02.10.2020
Wir kamen mit Chérie und einer weiteren Freundin aus der P., um auf den Schulhof zu gehen. Auf diesen würden wir uns verabschieden und nach Hause latschen. Wir hatten vorher Philosophie (Keine Ahnung wieso ich das erwähne ;) ). Jedenfalls gingen wir zum Schulhof und die eine anwesende Person musste natürlich ausgerechnet ein Tag vor meiner Französisch-Klausur fragen, ob Monte Christo eine feste Freundin hat. Erspare mir doch diesen MIST! Erspare mir es doch nur für die Klausur, Universum! Chérie, die gleichzeitig meine als auch SEINE beste Freundin war, sah mich an und sagte nicht viel.. doch dann.. dann musste die blöde Kuh neben uns sagen „Ich weiß ja, dass da vor einem Jahr etwas war.“ Ich weiß echt nicht mehr, was ich fühlte.. wie verwirrt ich war, daran kann ich mich jedenfalls noch erinnern! Chérie nickte und wir verabschiedeten uns von der blöden Kuh (ich nenne sie so, weil mein indirekter Hass für sie auf Gegenseitigkeit beruht). Später, als Chérie und ich auf das Auto ihrer Mutter zugingen, fragte ich, nicht allzu neugierig klingend: „Da war etwas?“ 
Sie antwortete nur noch: „Du hattest ja mal nachgefragt, ich habe es dir nicht verschwiegen.“ … sie hatte recht.. vor einem Jahr hatte er einen Buchstaben in seiner Beschreibung auf WP, doch ich war so naiv.. ich habe gar nicht geahnt, dass das der Anfangsbuchstabe seiner festen Freundin war. In dem Moment wurde mir klar ‚Er HATTE bereits eine feste Freundin‘ … ich ging mit dieser Tatsache nach Hause. Zuhause hatte ich nicht einmal mehr die Kraft zum Weinen. Ich musste für die Klausur morgen lernen.. ich habe mich nicht runterziehen lassen und schön gelernt. Ich wusste, dass ich nicht aufgeben durfte.. nicht jetzt.. noch nicht. Ein Tag später, nach der Französisch-Klausur, habe ich geweint. Ich erlaubte mir alles zu tun, was ich am Vortag nicht konnte/ durfte. Ich heulte lange.. glaube ich.
Dieser Tag war der Tag, der dazu führte, dass ich mich von ihm fern hielt (ja MC, das war der Grund!). Ich ließ es ihn bemerken. Ich antworte ihm auf den Pausenhöfen nicht mehr, ich scherzte mit ihm nicht mehr.. ich lachte nicht mehr mit ihm.. über ihn. Ich ignorierte ihn.. und das auf so eine Weise, die mir sehr wehtat.. sehr! Ich wollte ihn nicht ignorieren.. ich wollte ihm näher sein, doch jetzt war es unmöglicher als je zuvor. 

Wisst ihr, wieso ich das tat? Zur Zeit, als ich ihn liebte, war er mit einer anderen zusammen. Mag sein, dass es nicht lange anhielt und dass er zu dem Zeitpunkt keinen Kontakt mehr zu ihr hatte.. das änderte nichts. Ich liebte ihn zur selben Zeit schon seit 4 Jahren.. und er war zwischenzeitlich mit einer anderen zusammen. Ich hatte immer gedacht (was total naiv war), dass wir zusammen kommen werden.. dass wir vorher keine festen Freunde hatten und nur uns beide brauchten. Der zweite Tag einer meiner Lieblingsmonate zeigte mir jedoch, dass es falsch war.. dass er und ich nichts teilen werden, außer vielleicht einen Tisch in der Schule (und selbst das kam vielleicht nur 5-Mal in unserer ganzen Schullaufbahn vor). Vieles sprach gegen meine Liebe.. vieles zeigte mir, dass es falsch war, ihn zu lieben. Nach diesem Tag begann ich meine Erinnerungen mit ihm zu löschen. Mein Handypasswort, das üblicherweise unser erstes Treffen war, änderte sich. Ich löschte nach und nach alles. Nur der Chat auf WP blieb noch etwas. Zuletzt löschte ich auch diesen. Ich musste mich verabschieden, doch es klappte nicht. Natürlich hätte ich alles löschen und ruhen lassen können, doch wie konnte/sollte ich die Erinnerungen in meinem Gehirn löschen. Es war wie ein Albtraum. Ich musste mich von jemandem fern halten, den ich den ganzen Tag hätte umarmen können. Komischerweise hatte ich ihn nie umarmt. Ja, Monte Christo und ich hatten uns in den vergangenen sieben Jahren nicht einmal umarmt. 
Was ist die Lehre? Gibt es eine? Ich weiß es nicht… ich weiß nur, wie schwer es war, ihn zu ignorieren.. vor allem, weil ich es ihn spüren ließ. Er machte immer so ein Blick, als würde er mich erreichen wollen (als Empfängerin seiner Witze!), doch er bekam es nicht hin. Er machte ein Gesicht, das immer ‚Warum ist sie so zu mir?‘ ausdrückte.. 


22.09.2022

Ich bin hundemüde... sitze oder saß die ganze Zeit über an meinem Schreibtisch für die bescheuerte Belegungsphase an der Uni, doch natürlich habe ich nicht damit gerechnet, dass sich der Status meiner Belegung nicht in Sekundenschnelle von 'Warteplatzliste' zu 'Fixplatz' ändern wird. Nun ja ich saß also zwei Stunden auf diesem Stuhl, um zu erfahren, dass es unnötig war. Das passiert ab und zu, doch so wütend bin ich gar nicht. Im Hintergrund höre ich mir nämlich meine Lieblingsserie auf Spanisch an. 
Trotzdem bin ich verwirrt. In genau vier Tagen beginnt meine Uni. Ich fühle mich unsicher und alleine. Unsicher, weil ich mich nicht selbstbewusst genug fühle und alleine, weil ich es keinem erzählen kann. Sie würden es nicht verstehen. Keiner in meiner Umgebung würde das. Letztendlich muss ich aber dorthin nicht war? Gezwungen oder nicht.. ich muss dort hin. 

-00:24

15.09.2022

Der Herbst rückt immer näher. Wie lange habe ich auf diese Jahreszeit gewartet. Ich verband schon immer etwas mit dem Herbst und dem Winter. Diese beiden Jahreszeiten gaben mir immer ein Gefühl von Wärme, Geborgenheit und Liebe. Ersteres passt vermutlich gar nicht zum Winter, doch so ist es eben. Ich spürte jeden Winter förmlich diese eine unbeschreibliche Wärme..
Seitdem ich nicht mehr zur Schule gehe, nehme ich die Dinge in meinem Umfeld aktiver wahr. Dazu gehört auch der Übergang einer Jahreszeit zur anderen. Früher bekam ich es nicht unbedingt aktiv mit, dass der Herbst schon näher gerückt war und ich mich wieder wärmer anziehen musste. Jeder Herbst und jeder Winter der letzten Jahre verging mit Hoffnungen... Hoffnungen, die sich nie erfüllten... Hoffnungen, die sich eigentlich nie ergeben sollten. Dennoch freute ich mich jedes Jahr auf den Winter. Auch dieses Jahr freue ich mich auf ihn, nur dass es dieses Mal nichts mit Monte Christo zu tun hat. In elf Tagen beginnt mein neues Studium. Diesen Wintersemester muss ich nicht zu Hause bleiben, sondern darf die Universität mit vollen Zügen genießen. Wünscht mir Glück!
Zur heutigen Geschichte:

Herbst 2016,8.Klasse
Ohne zu wissen, dass es mein letztes Jahr mit S. war, saß ich in einer Mathestunde, in der ich natürlich wieder nichts verstand. Ich weiß nicht, ob ich damals diese Stunden hasste (was ich nicht glaube, weil der Lehrer einfach supernett war), denn heute liebe ich Mathe und verstehe schon seit Jahren, was die Lehrer immer meinen, wenn sie sagen, dass es einen Sinn hinter jeder Aufgabe gibt. Nun genauso wie ich konnte auch S. nichts mit den Aufgaben anfangen haha.. leider ging sein Nichtskönnen jedoch von seiner Faulheit hervor. Dieser Junge, so wenn er etwas gemacht hätte, wäre eins der schlausten der Klasse gewesen. Er war und ist klug, hätte er das nur mal den anderen (vor allem den hochnäsigen Idioten aus der Klasse) gezeigt. Ich hätte damals, wie gesagt, nicht wissen können, dass es eins der letzten Jahre mit ihm ist. Wir hatten sooo witzige Stunden und Tage mit ihm. 
Die Stunde endete und wir gingen in die Pause. Für uns Schüler des M.gebäudes existierte nur ein Schulhof. Damit ignorierten wir die andere Hälfte der Schule, in der sich die meisten befanden, hatten es jedoch gleichzeitig mit den Oberstufenschülern zu tun, da diese entweder draußen oder auch auf 'unserem' Schulhof standen. Da dieser Schulhof nicht überdimensional groß war, konnte man jederzeit sehen, wo sich die Klassenkameraden befanden. S. und seine Clique waren also auch in unserer Nähe und ich ahnte wieder etwas (weil man diesen Jungs in Punkto Scherz nicht trauen konnte). Ich hatte meine etwas dickere Herbstjacke an. An der Kapuze befand sich ein Stück Fell, leider eins der Art, das sich durch Knöpfen leicht trennen ließ. In der nächsten Sekunde spürte ich eine Hand an meinem Nacken und wusste, eine Sekunde zu spät, was geschah. Sie nahmen, wie in jeder Pause auch, das Fell und ließen mich hinter ihnen herlaufen. Ich weiß nicht, ob ich als unsportlichste Person der Welt, jemals so viel gelaufen bin, wie denen hinterher. Sie machten alles Mögliche mit dem Fell, was mich damals als Teenagerin total nervte. Letztendlich wusste ich doch, dass ich das Fell zum Ende der Pause, spätestens jedoch im Klassenzimmer zurückbekommen würde. Trotzdem lief ich ihnen hinterher und ließ mich nerven. Wieso ich das tat? Weil es einfach Spaß machte. Ich war lieber mit coolen Jungs befreundet, die über alles scherzen konnten, statt mit Mädels, deren einziges Problem ihr ungeschminktes Gesicht oder ihr 'schlechtes' Outfit war. Ich entschied mich schon früh genug gegen diese Art von Person zu werden... gegen diese Art von Mädchen oder Frau zu werden. 
Ich glaube, dass S. mir das Fell schon auf dem Pausenhof zurückgab, kann aber auch sein, dass er es mit ins Klassenzimmer nahm, um es für mich dann mit einem Gelächter in der Klasse hochzuhalten. Dadurch hatte ich ihm schließlich die Chance gegeben, die öde Stunde nach Mathe zu verspielen. 
Toll, dass es dich gab... toll, dass es dich gibt S. :) 

Bis bald <3 




09.09.2022

Ich darf von Tag zu Tag sehen, wie keiner aber KEINER die Geschichten liest. Trotzdem komme ich hier zwei bis drei Mal die Woche  rein, leider in letzter Zeit gezwungen, und versuche ein paar Sätze zu schreiben.
Einen sehr wichtigen Tipp von meinem alten Sportlehrer will ich heute mich euch teilen, da er meine Weltperspektive beeinflussen könnte, ich es aber nicht erlaube...leider...

2021
Ich durfte mich nach Jahren darauf freuen, ohne Monte Christo Sport zu haben. Mit ihm wurden diese Stunden meistens zur Stunde der Hölle, da ich es nicht mochte jegliche Sportarten neben ihm durchzuführen. Doch die Welt musste gegen mich agieren. Er kam nach einigen Wochen zu unserem Sportkurs (da er private Probleme mit der Lehrkraft hatte) und wieder einmal durfte ich mich auf die stressigen Sportstunden freuen, vor allem, wenn man bedenkt, dass er mit einer hochnäsigen und umso angeberischen Person aus dem Kurs flirtete. Mein Gehirn wusste zwar, dass ich die beiden ignorieren und mich auf die Stunde fokussieren sollte, doch leider klappte es nicht immer. So wie an diesem Tag. Zwei Freundinnen und ich mussten ein Programm vorstellen (ich glaube irgendetwas mit der Dehnung des Körpers). Dabei haben wir einige Übungen vorgemacht und die Klasse geleitet. Ich war als erstes dran. Ich machte mich auf den Weg zur Matte, die sich leider im Zentrum der Halle befand. Ich begann mit der ersten Übung, doch ich musste natürlich nach hinten schauen... ich sah die beiden reden und ihr könnt euch bestimmt vorstellen, was danach passierte. Ich hatte keine Lust mehr. Weder auf das Programm noch auf die Leitung der Klasse und schon gar nicht mehr darauf, in dieser Halle zu sein.. obendrauf mussten die Nichtsportler der Klasse hinten auch noch Lärm machen, sodass ich mich am Ende selbst schreien hörte (vielmehr störte mich der Lärm der Klasse, den ich nicht die ganze Zeit unter Kontrolle bekam). Ich bekam es nicht hin, der Klasse das zu vermitteln, was ich eigentlich wollte bzw. musste. Rechts neben mir sah ich Mitschüler, die anständig mitmachten, links die Mitschüler, die mir weder zuhörten noch mitmachten und vor mir die Person, die in den letzten Jahren zu der wichtigsten Person meines Lebens wurde, doch gerade dabei war, mit einer anderen Person zu flirten.. er lachte einfach nur, was mir sehr auf die Nerven ging. Wenigstens hörte er mir zu und machte auch die Übungen. 
Er sah mich an und bemerkte, nachdem ich ihm die letzten Jahre erlaubte, mehr als nur diese äußerliche Hülle zu sehen, dass ich genervt war, weil die hälfte der Klasse nicht mitmachte. Dann machte er solch ein Gesicht, das mir zu verstanden gab, dass ich einfach locker weitermachen soll. Er bemerkte natürlich wieder einmal gar nicht, dass nicht nur die störenden Mitschüler das Problem waren. Währenddessen schaute Herr S. die ganze Zeit zu. Er sah alles! Meine genervte Art und vor allem die Schnelligkeit, mit der ich die Übungen so schnell wie möglich zu beenden versuchte. Ich schloss meinen Part ab und wechselte mit meiner Freundin den Platz. Ich hätte eigentlich ihre, d.h. die Übungen der Gruppe, mitmachen müssen, doch ich konnte nicht. Ich war voller Wut. Dieser doofe Kurs und dieser BLÖDE M.C., die mir wieder eine Stunde mit dem besten Lehrer ruinierten. Ich musste raus aus der Halle. Also ging ich genervt und voller Wut zur Kabinentür... ich will mir gar nicht vorstellen, wie ich an dem Tag aussah oder was für ein Gesicht ich machte... Ich rammte die Tür hinter mir zu, setzte mich einfach nur auf die Treppen und verfluchte diesen Tag und den Tag, an dem M.C. seinen Kurs wechselte. Ich hasste diese Sportstunde mit jeder Faser meines Körpers. Ich wollte einfach weg, dabei hatte die Stunde gerade erst begonnen. 
Stunden später beendete Herr S. den Unterricht und wollte mit der Gruppe und mir reden. Er kommentierte die Stunde, gab uns ein Feedback und sah mich dann an. Ich wusste, dass jetzt etwas kommen würde. "Wenn du wütend bist, hau einmal gegen die Wand, beruhige dich und mach weiter." (So in etwa, die Worte kenne ich nicht mehr auswendig). Er wollte, dass ich mich von meiner Wut nicht auffressen lasse... er wollte, dass ich nicht aufgebe. Das hat mir dieser Lehrer schon so oft klar machen wollen, leider kann ich selbst heute diesem wundervollen Tipp nicht immer Folge leisten. Dabei ist es so wichtig und beschreibt mich so genau. Ich hätte damals stärker sein sollen.. wenigstens für Herrn S. Doch es hatte damals keinen Zweck. Ich war eine Teenagerin und verliebt in jemanden, der heute nicht einmal weiß, was ich für ihn damals empfand. Es war keine Teenie-Liebe, die alle immer versuchten abzuwerten, was ich im übrigen auch nicht gut finde. Es war eine Liebe, für die ich hätte alles aufschmissen können (aber nicht sollte :(   ) Eine Liebe, die ich auch heute nicht vergessen kann und schon gar nicht, wenn er jede Nacht in meinen Träumen ist. Ich vermisse ihn.. also seine Art... seine Witze.. ich vermisse die Freundschaft mit M.C., die ich heute gar nicht besitze und damals nur zur Hälfte, wenn überhaupt. 
Ich wünschte, wir wären uns nie begegnet... vielleicht würde es dann weniger weh tun.. ich weiß nicht, ob ich noch in dich verliebt bin, weil es sich nicht mehr so anfühlt wie früher. Ich weiß aber, dass etwas in meinem Herzen fehlt. Es entstand mit deinem Abgang eine Lücke in meinem Herzen, die ich nicht mehr füllen kann. Und das schlimmste ist, ich habe dich von meinem Leben verbannt, um dich zu vergessen. Jetzt weiß ich nicht, ob du da bist oder nicht.
Und Herr S.; tut mir leid, dass ich so schwer war.. Sie waren immer an meiner Seite.. ich hätte ihnen das Leben auch leichter gestalten können :)

Bis bald <3

04.09.2022

Frühling 2021
Ich hatte die letzte Sportstunde mit meinem Lieblingslehrer. Wir mussten uns an dem Tag zwar nicht gänzlich verabschieden, doch die ganze Stunde über war ich traurig. Mir fiel ständig ein, dass ich in den nächsten Stunden diese Halle zum letzten Mal betreten werde... dass ich nie wieder Sport mit dem coolsten Sportlehrer machen werde. Unsere letzte Konversation möchte ich einmal grob übertragen. 
Wir hatten riesige Stangen aufgebaut, um die Netze für das Badminton- bzw. Volleyballspiel aufzuhängen. Ich musste das Schloss an der Stange, das sich an der Wand befand, aufmachen. Doch es klappte nicht. Erstens weil meine Größe nicht ausreichte und zweitens weil es irgendjemand wortwörtlich habe zugenäht müssen. Also nahm ich mir den Mattenwagen, bestieg ihn und löste damit das erste Problem. Aber das Schloss öffnete sich nicht. Herr S. kam zu mir und sagte: "Pass auf, nicht das etwas in der letzten Stunde noch passiert". Vermutlich sagte er das, weil ich auf den Matten wie verrückt zappelte und überhaupt nicht im Gleichgewicht stand. Nun ja, keine Ahnung, ob Herr S. von meiner Tollpatschigkeit Bescheid wusste, doch ich ging, einigermaßen gezwungen von seinem Wunsch, runter und ließ ihn das Schloss öffnen. 

Wie traurig ich an dem Tag war, weiß ich nicht mehr. In keins meiner Tagebücher fällt ein Wort über diesen Tag... doch wieso tut er mir heute an diesem Abend so sehr weh? Wieso ist es für mich heute schwieriger, mit der Sache abzuschließen? Das macht doch überhaupt keinen Sinn. Ich hätte damals trauriger sein müssen, doch ich bezweifle, dass ich das war. Ich kann mich nur daran erinnern, dass ich Monate später nach meinem Abi die Sportschuhe zu Hause fand und einen kurzen Schock erlebte. Weil mir in diesem Moment wieder einfiel, dass ich nie wieder die Halle meiner Schule betreten kann. 
Ich will zurück zu Herrn S. Ich will zurück zu meiner Schule.. ich möchte überhaupt gar nicht studieren. Ich habe meine Schule nie als die eine Schule genannt. Auch nach dem Abi war sie MEINE Schule. Wahrscheinlich habe ich mich von diesem Wunsch der Rückkehr zur Schule so sehr beeinflussen lassen, dass ich gar nicht bemerkte, dass mein erster Studiengang eigentlich gar nichts für mich ist. Ich wollte einfach zurück in die Schule und dafür hätte ich jeden Preis zahlen können. 

Ich könnte jetzt hier noch weitere hundert Zeilen schreiben, doch da eh keiner die Geschichten liest und ich jetzt in Ruhe weinen möchte...

Bis ganz bald <3

31.08.2022

Vor zwei Tagen um 22 Uhr habe ich mich von Chérie verabschiedet. Sie wird die nächsten sechs Monate nicht hier sein. Sie geht ihren Weg und das freut mich natürlich. Ich muss lernen, meinen Weg zu gehen. Ganz allein. 
Als ihre Mutter uns abholte (sie hatte ein Arbeitsessen an dem Abend) und bei mir anhielt, stieg Chérie mit mir aus dem Auto. Sie umarmte mich. So fest hatten wir uns lange nicht mehr umarmt. Ich habe ihr alles Gute gewünscht und ihr (wie immer in letzter Zeit) gesagt, dass sie auf sich aufpassen soll. Ein paar Sekunden später bemerkte ich, dass sie weinte… ich habe zwar gesagt, dass sie das lassen soll, doch in Sekundenschnelle habe ich auch angefangen zu weinen. Wir wussten, was uns verband und wir wussten, was es bedeutete, für sechs Monate getrennt zu leben. Das hatten wir auch nach dem Abi zu spüren bekommen, dann, als wir uns nicht mehr fünf Mal die Woche sahen. Wir wussten in dieser dunklen Nacht, dass wir die nächste Zeit nicht mehr zusammen Tacos essen gehen und keine Mäuse über einem Einkaufszentrum auf einem Parkplatz verjagen werden. Ein Teil meines Herzens ist heute mit ihr geflogen. Ich vermisse sie jetzt schon.. was wir die letzten Jahre alles zusammen teilen konnten, eher durften, ist so besonders! Diese Nacht hat mir nochmal gezeigt, dass ein schönes Leben erst durch die einzigartigen Menschen in unserer Umgebung möglich ist. Wenn wir das die ganze Zeit wüssten, würden wir uns immer davor scheuen, unsere Liebsten zu verletzen. 

Ich liebe dich Chérie und bin schon gespannt, wie unsere Internetfreundschaft laufen wird. 

Bis bald 

25.08.2022

Meine Nachhilfeschülerin hat die Stunde verpeilt und jetzt sitze ich wieder an meinem Laptop und versuche mir etwas auszudenken. In letzter Zeit fällt es mir schwer, mich an meine Vergangenheit zu erinnern. Und wenn ich es mal hinbekomme, dann kommen mir nur die schlechten Momente in den Sinn.  
Ich habe in den letzten Tagen meinen Studiengang gewechselt, meine alte Liebe zum Frühstück eingeladen und werde mich in der kommenden Woche von meiner besten Freundin für sechs Monate verabschieden. Dies ist eine dieser Phasen meines Lebens, durch die ich erneut wachse. Ich weiß, dass ich meine Liebsten nicht immer an meiner Seite haben werde. Darum habe ich die letzten Monate immer versucht, schöne Momente mit ihnen zu erleben. Damit sich genau diese in mein Gehirn eingravieren können… ob ich so erfolgreich darin bin, weiß ich nicht. Ich versuche es aber. Ich versuche die Türen, die mir zugehalten werden, kaputtzuschlagen (Tipp von Herrn Müller :) aus Fack Ju Göhte). Wieso machen wir das nicht immer? Wieso brauchen wir bestimmte Anstöße? Diese Fragen kann ich nicht beantworten, ich weiß aber, dass alles einen Sinn hat. Ich weiß, dass wir alle besonders sind. Wisst ihr es auch? 

Bis zu diesem Frühstück vor drei Tagen habe ich versucht, Monte Christo zu hassen. Ich glaube, dass ich damit versucht habe, ihn zu vergessen. Aber das war falsch. Total falsch! (Uyy gerade schreibt mir ein alter Freund eine Nachricht :) ja dich habe ich auch vermisst M.) Wo waren wir stehen geblieben, genau.. Es war falsch, weil man eine Person durch Hassen nicht vergessen kann. Ganz im Gegenteil: Man erinnert sich nur mehr an diese Person. Darum versuche ich eine normale Beziehung aufzubauen ;) versuchen könnt ihr es auch. Keiner sagt, dass ihr euch mit eurer alten Liebe treffen sollt.. aber versucht zu vergeben. Nur so werdet ihr die Schmerzen los..

Ich hoffe bis morgen <3

23.08.2022

Wir alle träumen bestimmt davon, gehört zu werden... verstanden zu werden. Ich für meinen Teil versuche mit dieser Website das hinzubekommen. Menschen zu finden, die mir aufrichtig zuhören.. wer weiß, vielleicht bekomme ich irgendwann eine Rückmeldung von euch :) 
Darum soll es aber heute gar nicht gehen. Die letzten Tage habe ich nochmal 'Fack  Ju Göhte' geguckt und mir wurde eins klar; Ich lebe mein Leben immer noch nicht so, wie ich es gern hätte. Ich zwinge mich immer noch Dinge zu tun, die ich eigentlich nicht machen möchte. 
Da mein Kopf wie verrückt pocht und ich glaube nicht mehr weiterschreiben zu können, kommt ein kleiner Tipp von mir: Macht das, wovor ihr euch am meisten fürchtet. Das Leben ist zu kurz, um über die Kommentare anderer Menschen nachzudenken! Bereut die Dinge, die ihr gemacht habt und nicht die Dinge, die ihr hättet machen können... 

Hasta luego <

22.08.2022

Ich konnte die letzten Tage nicht schreiben. Dafür entschuldige ich mich. Ich war damit beschäftigt ein Frühstück zu organisieren: 

Vor ungefähr fünf Tagen bildete ich eine Whatsapp-Gruppe mit Chérie, Monte Christo, dem besten Freund von Monte Christo und mir. Ich lud alle zu einem Frühstück ein. Ich sah diese Gruppe (bzw. Monte Christo) das letzte Mal vor einem Jahr. Was genau wollte ich? Ein ganz normales Treffen, an dem wir uns alle an die alte Zeit erinnern konnten. Ich wollte ein Treffen mit meinen alten Freunden, mit meiner alten Freundesgruppe. Heute Morgen trafen wir uns also. Monte Christo schrieb letzte Nacht, dass er etwas später kommen würde. Es vergingen bereits 20 Minuten und er war immer noch nicht da. Ich musste vor seiner Ankunft auf die Toilette, um meine Nervosität abzulegen. Nun ja er kam fünf Minuten später und ich bemerkte, wie meine Hände zitterten, als ich versuchte die Gurken in die Gabel zu bekommen. Er hatte sich verändert. Er sah immer noch so gut wie früher aus! Verdammt gut!  Mittlerweile hatte er jedoch einen Bart. Wie konnte man so schnell einen Bart bekommen? Wir sprachen über alltägliche Dinge, komischerweise über Politik und vor allem über die alte Zeit. Ich sah ihn nicht lange an. Genau wie früher. Aber Leuteeee ich bekam es hin, dort zu sitzen, in mein Brot zu beißen und dabei nicht rot zu werden. Das ist doch mal etwas hahah :) 
Eins kann ich trotzdem sagen: so wie früher ist es nicht mehr. Ich verliere nicht die Kontrolle.. ich glaube nicht, dass ich noch in ihn verliebt bin. Vielleicht hätte ich mit ihm befreundet sein können? Hätte ich ihn da nicht auf Instagram und allen anderen sozialen Medien entfernt hahah.. na ja mal gucken. Ich kann nur sagen, dass der Tag schön war und, dass ich es vermisst habe, mit Monte Christo zu sprechen (auch wenn ich heute ganz genau weiß, dass er nie ein besonderes Interesse für mich entwickeln wird. Ich weiß nicht einmal, ob ich ihn wie früher lieben könnte, wenn er es plötzlich tun würde). 

Ich hoffe bis morgen <3 

17.08.2022

Herbst 2015, 7.Klasse
Wir hatten nachmittags bei eins meiner Lieblingslehrern Chemie. Damals waren S. und ich für das Klassenbuch zuständig. Nun ja, ich muss gerade total grinsen, weil wir beide es nie hinbekamen, das Klassenbuch zur richtigen Zeit zum richtigen Ort zu transportieren. Also fehlte es immer wieder und einer von uns beiden musste nach der Aufforderung des Lehrers, zum Klassenraum latschen und es holen. Jetzt dürft ihr drei Mal raten, was fehlte, als Herr F. den Kulli in die Hand nahm und den damaligen Eintrag ins Buch machen wollte haha.. ja es fehlte wieder. Und wie immer beschuldigten S. und ich uns gegenseitig. Diese Diskussionen hörten nie auf, bis -so meine ich mich zu erinnern- unsere Klassenlehrerin, andere Schüler für das Klassenbuch zuständig machte. 
Ich musste also zur Klasse und das dunkelgrüne Buch holen. Ich machte mich auf den Weg. Ich kam an, schloss die Tür auf und ging in den dunklen Raum, doch ich fand das Klassenbuch nicht. Ich wunderte mich, weil es entweder im Chemieraum bei Herr F. oder vor mir im Klassenraum sein sollte. Ich musste Herrn F. sagen, dass das Buch nicht im Klassenzimmer war. Also drehte ich mich um und in dem Moment (genau in dem Moment!) kam mir Monte Christo entgegen. Wir standen noch nie so nah. Ich habe ihn fast berührt... er hat mich fast berührt. Wir hatten nicht einen so großen Größenunterschied, weshalb sich mein Gesicht nur ein paar Zentimeter bewegen musste, um in seines zu blicken. Bis ich realisieren konnte, was gerade geschah, vergingen zwei Sekunden. Wir machten beide einen Schritt nach hinten. Er kam, um mir zu sagen, dass das Klassenbuch im Chemieraum lag. Ich schloss die Tür ab und wir gingen gemeinsam zurück. Er fragte auf dem Weg, ob ich mich erschrocken habe. Ich habe nein gesagt, das weiß ich noch. Aber wieso habe ich mich nicht erschrocken? Ich habe vor der kleinsten Sache Angst.. wieso hatte ich in dem Moment keine Angst? Ich glaube, dass ich die Antwort kenne; ich vertraute ihm. Ich kannte ihn zwar nicht lange, doch ich vertraute ihm und dieses vertraute Gesicht konnte damals keine Angst in mir verursachen. 
Wir kamen in einer Minute im Chemieraum an. Ich setzte mich wieder neben meine Freundin N. Diese erzählte mir sofort, dass Monte Christo das Buch unter dem Tisch versteckt hatte. Warum hat er nichts gesagt, als ich mich auf den Weg ins Klassenzimmer machte? 

16.08.2022

Seid gestern bin ich wieder schlecht gelaunt. Es ist so, als ob mich eine Leiche verfolgen würde. Eine Leiche, die ich ständig zu tragen habe und die ich einfach nicht loswerden kann.

2020
Mittlerweile hatte ich gemerkt, dass mich meine Liebe für Monte Christo eher belastet, als erfreut. Er war immer in meiner Nähe, aber so weit weg, wie kein anderer. Ich wollte, dass er mich auch umarmt, genauso wie er es bei all den anderen Mädchen aus dem Jahrgang tat. Ich wollte auch, dass er mir in einem Fach hilft (was schwer umzusetzen war, da ich seine Hilfe nicht brauchte..). Ich glaube, dass ich einfach mehr Zeit mit ihm verbringen wollte. Wir trafen uns nie außerhalb der Schule. Also ging ich auch seinetwegen gerne zur Schule. 
Es war der 2. oder 3. Schultag in der Q1 und ich lernte seinen kleinen Bruder kennen, der gerade neu auf unsere Schule kam. Ich hatte mit seinem besten Freund zusammen Geschichte, deshalb verbrachte ich die eine Pause immer zur Hälfte mit den Jungs. Auch an diesem Tag gingen K. und ich in die P. und warteten auf Monte Christo. Als er kam, mit seinem weißen Look und diesen schwarzen, gewellten Haaren), wurde mir wieder schlecht. Ich hasste dieses Gefühl, das ich in seiner Nähe bekam. Ich hasste eigentlich die Liebe.. aber ich liebte sie auch. Sie gab mir viel, nahm aber auch viel. Wie dem auch sei. Wir trafen uns also und gingen zu irgendeiner Wand, an die wir uns immer anlehnten. Kurze Zeit später zeigte er auf mich und sagte ‚Kennst du die?‘. Ich fragte mich, mit wem er da sprach. Ich drehte mich um und sah die kleine Kopie von Monte Christo. Der kleine Junge war eine leicht wiederzuerkennende Persönlichkeit. Wir sprachen an dem Tag nicht viel ich hörte nur noch einmal seinen Namen -als würde ich den nicht schon kennen :)-  und dann ging ich raus zum Hof zu den Mädels, die gewöhnlich immer länger brauchten. Das ist vielleicht auch ein Grund, wieso ich eher gerne mit Jungs befreundet bin, als mit Mädels. (Nichts für Ungut Chérie, du bist die Ausnahme!) 

Morgen habe ich eine schönere Erinnerung für euch. Monte Christo war mir noch nie näher gekommen. 

Hasta mañana <3  

15.08.2022

Er ist wieder in meinen Träumen. Dieses Mal sind wir abends in einer Klasse und ich begebe mich nach draußen in den Flur. Da ich Angst vor der Dunkelheit habe gehe ich erneut in den Raum und sage, mein Körper zu ihm gerichtet, dass ich Angst habe. Er steht sofort auf und sagt, dass er mich begleiten möchte. Wie sehr habe ich mir das gewünscht. Wie sehr habe ich mir gewünscht, dass er sich um mich sorgt... dass er mir erlaubt, mehr als nur diese arrogante und selbstsüchtige Mauer zu sehen. Ich wusste immer, im Gegensatz zu allen anderen aus der Klasse, dass sich mehr hinter dieser Mauer befand. Ich konnte diese Mauer jedoch nie zerbrechen.  Ich wurde nicht mehr für ihn. Heute habe ich keinen Kontakt mehr zu ihm. Ich studiere.. er studiert.. wir leben in derselben Stadt.. wir fahren vielleicht auch mit denselben Zügen... aber ich sehe ihn nicht und er sieht mich nicht.  Wieso tut die erste Liebe so weh? 

Eigentlich wollte ich mit dieser Seite Menschen erreichen, die genauso sind wie ich. Menschen, die dieselben Schmerze und Verluste erleiden, wie ich. Doch ich erreiche niemanden... 

Bis morgen dann. 

12.08.2022

Chérie wird ab dem kommenden Monat für sechs Monate im Ausland sein. Ich bin total traurig, aber auch glücklich, weil sie ihren Träumen nachgeht.  Vor ein paar Jahren hätte ich mit dieser neuen Info, die sie mir heute Morgen beim Frühstück gab, nicht klarkommen können. Auch heute fällt es mir schwer, meine Geliebten in die Ferne zu schicken, doch es hat sich verbessert. Die letzten Tage waren eine Mischung von etwas Stress, Liebe, Trauer und Kopf-und Halsschmerzen. Ich versuche mich auf meinen neuen Studiengang vorzubereiten, doch selbst der bestandenen Prüfung von gestern gelingt es nicht, meine Laune zu verbessern. Ich weiß  wieder einmal nicht, was los ist. Habt ihr auch Tage, an denen ihr nichts aber rein gar nichts machen wollt? Nicht einmal die Lieblingsserien schauen zu wollen oder das Lieblingsessen zu verachten?

Bis nächsten Montag, vielleicht schreibt ihr mir ja, was ihr gerne hören wollen würdet.. <3 

10.08.2022

Heute habe ich meinen alten Sportlehrer Herrn S. in meinem Traum gesehen. Wir umarmten uns und er gab mir wieder eine von seinen wichtigen Tipps. Ich habe noch einmal schmerzlich gemerkt, dass ich ihn vermisse.. sehr vermisse. Er war, ist und bleibt ein sehr besonderer Mensch in meinem Leben.

30.04.2021
Es ist der Tag meiner Deutschabiturklausur.
Wie ihr auch ahnen könnt, waren wir alle sehr nervös und gestresst. Wir mussten auch an diesem Tag früher als gewöhnlich zur Schule kommen, da wir uns vor der Klausur testen mussten. Vor dem Raum, in dem sich die Schnelltests befanden, stand Herr S. Er lächelte mich und meine Freundinnen wie immer freundlich an. Diese Positivität, die dieser Mann ausstrahlte, konnte man nicht übersehen. Wir gingen in den Raum, machten unsere Tests und gingen raus zu den anderen auf den Pausenhof. Es hatten sich bereits viele Schüler versammelt. Chérie und ich waren in unterschiedlichen Räumen, da ich in Deutsch den Leistungskurs belegte und sie den Grundkurs.  Man konnte von meinem Standort aus das Fenster im Flur sehen, in dem sich der Testraum befand. Ich sah kurz hoch und bemerkte, dass Herr S. nach uns rief. Wir machten uns auf den Weg zum Flur. Herr S. zeigte auf meine Freundin neben mir und gab ihr das 'okay' für das negative Testergebnis, mich hingegen schaute er an und sagte 'Mit dir müssen wir kurz alleine reden'. Ich schaute ihn nur an und gab entsetzt von mir 'Nein, Herrrr S.!'. Nach meiner Reaktion fing er an zu lachen und da läuteten bei mir die Glocken. Ich machte noch eine kleine Bemerkung, an die ich mich nicht mehr erinnern kann und musste lachen. Lachen an einem stressigen Tag wie diesen.  Wir gingen zum Raum und Herr S. gab uns die unterschriebenen Ergebnisse. Dieses Blatt liegt immer noch in eins meiner Alben, da ich außer ein paar Bilder mit ihm, nichts mehr habe.
Nun ja, nicht lange später gingen wir in die Klausurräume und begannen mit einer viereinhalbstündigen Arbeit. Ich musste vor, während und nach der Klausur immer an den kleinen Scherz von Herrn S. denken und dabei total grinsen. Er war der Einzige, der mir an diesem Tag eine Freude machen konnte. Mir kam es nämlich so vor, als würde die Klausur (mit jedem Satz, den ich dazuschrieb), dem Müll würdig sein. Mir gingen alle Ideen aus. Ich wusste überhaupt nicht, was ich zu schreiben hatte. Irgendwann schrieb ich, um keine leeren Spalten abzugeben. Das Ergebnis? Eine 2+ !  Hätte ich das erwartet? NOPE! Wirklich einfach nur NEIN, weil die Klausur total schlecht lief. Es war und ist nicht immer so, dass ich ein schlechtes Gefühl habe, aber eine gute Note bekomme (außer in Mathe ;) ). Darum machte ich mir große Sorgen, doch diese waren natürlich wieder einmal unnötig.

Auch wenn ich weiß, dass Sie das vermutlich nie lesen werden: Ich vermisse Sie Herr S. und finde es total schade, dass sie meine letzte Mail nicht beantwortet haben..
Trotzdem kann ich sagen: Viele Menschen treten in mein Leben ein, aber nur ein paar besondere Menschen hinterlassen auch Spuren in meinem Herzen. Was Sie mir alles hinterlassen haben, ist sehr wertvoll. VIELEN DANK!

Schönen Abend und bis morgen <3


P.S.: Ich habe morgen eine Prüfung, wünscht mir Glück :) 

09.08.2022

Ich versuche mir eine neue Gewohnheit anzueignen. Ab jetzt möchte ich jeden Abend aufschreiben, wofür ich an dem jeweiligen Tag dankbar sein kann. Versucht es auch gerne :)

Sommer 2019, 10.Klasse
Meine beste Freundin und ich saßen am Tisch und hörten unserer Spanischlehrerin aufmerksam zu. Wir liebten diesen Unterricht. Diese Sprache wurde schnell zu einem sehr wichtigen Teil von uns. (Mittlerweile schreiben und reden wir in unseren Nachrichten sogar regelmäßig auf Spanisch). Ich wusste zwar auch damals, dass Chérie (so nenne ich meine beste Freundin) ein sehr besonderer Teil von mir ist, doch ich wusste nicht, wie wichtig es ist, dafür dankbar zu sein und diese Dankbarkeit auszusprechen. Chérie und ich streiten uns nie. Es gab keine schlechte Situation, die wir nicht klären konnten. Dazu sahen wir uns regelmäßig fünf Mal die Woche. Dafür hätte ich damals dankbar sein sollen. Seitdem wir nämlich unser Abitur gemacht haben, sehen wir uns viel weniger. Ich kann schmerzlich fühlen, wie ich damals diese wunderbare Zeit, die ich mit ihr hätte schöner gestalten können, mit anderen Menschen verschwendet habe.. mit Menschen, die meine Liebe gar nicht verdienten. 'Meistens belehrt uns erst der Verlust über den Wert der Dinge', so Arthur Schopenhauer. Stimmt oder? Ich habe aber Glück; meine beste Freundin lebt und ist immer noch an meiner Seite, wir gehen sogar morgen frühstücken. Bevor es für euch aber zu spät wird, sagt euren Nächsten gerne, dass ihr sie liebt und dankbar für diese seid :) 
Und hier für dich Chérie; DANKE, DASS DU DA BIST UND IMMER AN MEINER SEITE STEHST! 
Versucht die schönen Dinge im Leben zu sehen... 

Todo tiene belleza, pero no todo el mundo lo ve <3 
Hasta luego! 







08.08.2022

Auch ich habe Schmerzen. Wie jeder andere Mensch auf dieser Welt. Keiner kann wissen, mit welchen Schwierigkeiten die Person gegenüber von uns zu kämpfen hat. Wieso müssen wir dann auch noch, als 'empathiefähiges Wesen' (wenn überhaupt), das Leben anderer Menschen erschweren?

Winter 2019, 10.Klasse
Wie fast an jedem Morgen, kam ich auch an jenem Morgen zu spät.  Ich schaffte es die meiste Zeit über einfach nicht rechtzeitig aus der Wohnung zu gehen. Folglich musste ich den halben Schulweg schneller als gewöhnlich gehen oder sogar rennen. Meine Spanischlehrerin und die anderen Mitschüler saßen bereits, als ich gerade ankam. Ich ging nach hinten und begrüßte meine beste Freundin. Da ich einen Pullover anhatte, war ich total verschwitzt und das Billigdeo brachte natürlich auch nichts. Der Idiot vor mir drehte sich um und warf mir einen wundervollen Kommentar zu: "Hättest du wohl lieber keinen Pullover angezogen". Ich gab ihm keine Antwort und schätze mich dafür glücklich, dass keiner außer mir und meiner besten Freundin diesen blöden Satz hörte. Ich verstand nicht, wie man willentlich Menschen fertig machen konnte (und jeder weiß natürlich, dass Schwitzen zum Menschen gehört!). Ich hasste solche Menschen.. ich konnte mit bösen Menschen wirklich nicht umgehen. Mit böse meine ich die Menschen, die nicht einschätzen können, wie sich die Person gegenüber durch die eigenen Bemerkungen fühlen könnte. Sind wir Menschen wirklich derart blind für unsere Umgebung? 

Ich hoffe bis morgen... <3 

05.08.2022


Heute hat es hier den ganzen Tag geregnet. Das erinnerte mich an einen Tag in der Schule: 

Frühling 2015, 7.Klasse

Die einstündige Mittagspause ging immer schnell vorüber. Monte Christo und ich unternahmen an diesen Stunden nichts zusammen, da ich nicht zu seiner Clique gehörte und er nicht zu meiner. An jenem Tag regnete es jedoch so sehr, dass wir als Klasse alle unter demselben Dach Schutz vor der Nässe nahmen. Dabei liebte ich den Regen und das Gefühl, das mir die vom Himmel fallenden Tropfen gaben. Also ließ ich meinen Gefühlen freie Bahn und begann unter dem grauen Himmel nass zu werden. Auch hier weiß ich nicht, was in mich gefahren ist, denn alle beobachteten mich bzw. Monte Christo beobachtete mich und sagte etwas zu jemandem, das ich nicht verstand. Stellt euch dabei ein markantes Gesicht mit hell erleuchtenden braunen Augen vor, die das innere des Besitzers zum Vorschein brachten. Keiner und vor allem nicht Monte Christo wusste, wie sehr ich den Regen mochte. Entweder mag man es, den Regen anzuschauen oder man wird, wie ich, unter ihm nass. 

Allen einen schönen Abend und bis morgen! <3 

04.08.2022


Sommer 2019, 10.Klasse 
'Dieses Jahr wird alles anders'... diesen Satz musste ich nur so oft aufsagen, bis ich selbst irgendwann dran glaubte, doch das geschah nie. Immer noch war ich das schüchterne Mädchen hinten im Klassenzimmer (mittlerweile hatte sich unser Klassenzimmer geändert). Ich konnte mit jedem aus der Klasse ganz einfach sprechen und hatte keine Probleme damit. Dennoch konnte ich nicht einmal den kürzesten Text laut vorlesen. Und jetzt werdet ihr verstehen, wieso meine Liebe für Monte Christo (so nenne ich ihn ab jetzt haha) zu einer schmerzhaften Last wurde. Er war eins der Gründe, wieso ich es nicht mochte, in der Klasse etwas vorzutragen. Er sah mich an, mit diesen braunen Augen, die jedes Mal in mir die Frage 'Denkt er immer noch, dass ich in ihn verliebt bin?' erwachen ließen (Schließlich hatte ich ihm alles vor einem Jahr erzählt gehabt, nicht wahr..?). Ich wusste nicht wohin mit den Händen... ich wusste nicht, wie ich meine roten Wangen verstecken sollte. Das schlimmste an der ganzen Sache war, dass er mich, während ich rot anlief, beobachtete und lachte. Ich kann euch nicht erklären, wieso er das tat, doch es machte die ganze Situation jedes Mal nur noch schlimmer. Ich hätte nicht eindeutig sagen können, ob es ihm gefiel von einem weiteren Mädchen angeschwärmt zu werden oder ob er sich einfach nur lustig über mich machte. Vermutlich ließ ich mein Herz Letzteres glauben... 

Im selben Jahr belegten meine beste Freundin und ich zum ersten Mal den Spanischkurs an unserer Schule. Warum ich das genau hier erwähne? Das werdet ihr in den nächsten Beiträgen verstehen :) 

Hasta luego! 

03.08.2022

 

Nach all meinen idiotischen Taten, war die, die ihr gleich lesen werdet, die bescheuertste. 


Frühling 2018, 9.Klasse
Meine beste Freundin und ich sprachen schon seit ein paar Tagen über meine Liebe und darüber, wie es wäre, wenn ich mit dem Betroffenen zusammenkäme. Dafür musste er natürlich etwas von meinen Gefühlen erfahren. 'Wieso sprichst du nicht einfach mit ihm' kam mir in den Sinn. Ich bekam seine Nummer und schrieb ihm also eine Nachricht, in der ich ihn um ein Treffen bat, wofür ich mich heute umbringen könnte. Letztendlich haben wir uns für einen Termin geeinigt und uns vor der Schule getroffen. Ich weiß echt nicht, was in mich gefahren ist und wie ich auf solch eine Idee kam, die den Rest meiner Schullaufbahn prägte. Er erfuhr meine Gefühle. Ich fragte ihn, ob er sich verändern würde. Er versicherte mir, dass dies nicht geschehen werde. Eins hatte ich natürlich wieder einmal vergessen: Wie werde ich mich nicht verändern können? War dies überhaupt möglich?
Ich bereue diesen Tag zwar sehr, doch durch dieses 'peinliche' Gespräch wusste ich ganz genau, dass er mich nicht mochte und auch nicht mögen wird. Nun war also Schluss mit den Unklarheiten. Er war offensichtlich die falsche Person..

_Wollt ihr eigentlich erfahren, was vor und nach diesem Gespräch mit ihm passiert ist? Falls ja, würde ich euch bitten, mir eine kurze Nachricht zu hinterlassen :) und habt ihr auch eine solche idiotische und gewagte Erinnerung haha?_


Bis morgen! <3 


02.08.2022 

Frühling 2016, 7.Klasse
Er mochte eine andere. Diesen Satz habe ich wahrscheinlich tausendmal aufgesagt und auch beim letzten Mal tat es sehr weh. Ich wusste nicht, wie man mit einer Liebe umging, die nicht erwidert wurde. Die Jahreszeiten vergingen, meine Gefühle für ihn jedoch nicht. Ganz im Gegenteil, ich mochte ihn von Tag zu Tag nur noch mehr (auch trotz den ganzen unüberwindbaren Hindernissen, die ich damals vielleicht hätte aufmerksamer beachten sollen). Nun saß ich in der Klasse auch noch vor ihm, da unsere Klassenlehrerin darauf bestand, die Sitzordnung zu verändern. In jeder Stunde fand ich einen Weg, mit den Kollegen hinter mir ins Gespräch zu kommen. Ich machte alles, um herauszufinden, was er wann fühlte. Eins konnte ich die Jahre über aber nie vergessen: Ich sah ihn an, er das blonde Mädchen, das zwei Sitzplätze entfernt von mir saß. Dieses Bild, das eine lange Zeit in meinem Gehirn eingraviert war, beschreibt vermutlich das, was ich jahrelang erlebte. 

Ihr denkt jetzt vermutlich, dass die Story für mich schlecht ausging.. wer weiß, vielleicht ist sie das wirklich ;) wartet ab..

Bonne soirée et à demain <3

01.08.2022

Herbst 2015, 7.Klasse
Ich entwickelte in den vergangenen Wochen und Monaten, ohne es zu wollen, eine große Liebe gegenüber dem noch weitestgehend unbekannten Jungen aus der Klasse und behielt all meine Gefühle für mich. Ich hatte zur gleichen Zeit nämlich auch gelernt, dass man den wenigsten etwas anvertrauen konnte. Ein ganzes Jahr lang beobachtete ich den Mysteriösen also, bis ich alles an ihm auswendig kannte. Das Zurückschieben seiner Haare, seinen Gang, seine Blicke bei einzelnen Gefühlsäußerungen... ich lernte alles kennen. Das einzige Problem an der ganzen Sache war, dass ich nicht mehr als diese Beobachtungen bekam. Wir waren auch nach einem Jahr zwei Fremde. Diese verwirrende Situation konnte bzw. musste ich durch meine unsinnigen Taten :) mit S., M. und M. kompensieren. Es gab wahrscheinlich keine einzige Fünfminutenpause, in der mich die Klasse nicht schreien hörte (Das ist etwas, was ich im Nachhinein loben muss -ja ich habe loben gesagt-, da diese selbstbewusste Person nie wieder auf dieser Art und Weise zurückkam). 


Schönen Abend an alle, die der Geschichte mit dem Herzen folgen können... 
Bis morgen <3 


31.07.2022

Heute möchte ich über eine sehr wichtige Person schreiben. Eine Person, die viel Schönes aber auch viel Schmerzhaftes hinterlassen hat. Hier folgt der Beginn von allem...

Sommer 2015, 7.Klasse, Erster Schultag
Nachdem unsere Klassen in den vergangenen Sommerferien neu gemischt worden sind, landete ich in einem anderen Gebäude der Schule. Meine zwei Freundinnen und ich machten uns auf den Weg ins neue Klassenzimmer. Ich entdeckte im Flur alte sowie neue Gesichter. Ein Gesicht unter diesen fremden blieb noch unentdeckt. Ich erkannte einige 'Idioten' aus der 6.Klasse (damit ist vor allem S. gemeint haha) und das machte mich unfassbar glücklich. Ich wusste nämlich, dass auch diese Phase meines Lebens durch sie witziger sein wird. 
Einige Zeit später kam unsere Lehrerin und schloss uns das Klassenzimmer auf. Wir gingen alle nacheinander rein und suchten uns -was für die Klassenclowns typisch war- einen Platz ganz hinten im Raum. Ich hätte nicht wissen können, dass diese Entscheidung die Macht hatte, mein Leben gänzlich zu verändern. Auf dem Weg nach hinten kam ich zwei braunen Augen entgegen.. zwei Augen, die werden mein ganzes Leben verändern können.. zwei Augen, deren damalige Erscheinung ich heute auch nach sieben Jahren in Erinnerung habe. Keiner im Klassenzimmer konnte meine Aufmerksamkeit derart für sich gewinnen. Ich wusste, dass diese Begegnung eine besondere war. Ich wusste... ich wusste, dass er zu einem ganz wichtigen Teil meines Lebens wird. 
Die Angst an dem Morgen jenen Tages verschwand. Ich hatte nur noch ein Auge für die neuen Umstände. Die 'Fremden' machten mir keine Angst mehr, ganz im Gegenteil, ich wollte sie kennenlernen.. 

Wie heißt es in einem irischen Sprichwort so gut: "Ein Fremder ist ein Freund, den man noch nicht kennt."   
SCHEUT EUCH NICHT DAVOR,NEUE MENSCHEN KENNENZULERNEN! 

Einen wundervollen Abend.. y hasta mañana <3 



30.07.2022

Ich war schon immer eine Person, die die Nacht dem Tag vorzog. Die Nacht hatte für mich immer etwas Besonderes. Dazu eine kurze Geschichte:

Herbst 2014, 6.Klasse
Wir fuhren nach I. auf Klassenfahrt. Ich war aufgeregt und glücklich. In den vergangenen Monaten hatte ich schnell gemerkt, dass ich in eine chaotische und umso verrückte Klasse reingeraten bin. Mit diesen Mitschülern war kein einziger Tag unter der Woche langweilig. Jede Situation hatte immer etwas Belustigendes. 
Der erste Tag in I. verging sehr schnell vorbei. Alle waren damit beschäftigt die neue Umgebung kennenzulernen. Ich für meinen Teil bewunderte die Landschaft und versuchte mir sie gut einzuprägen. Wir machten mit Mama und Papa sehr viele Ausflüge, doch die Zeit, die ich ohne ihre Anwesenheit an einem fremden Ort verbringen konnte, war sehr wertvoll. Das gab mir immer ein Gefühl von Selbstbestimmung. An dem zweiten Tag bestanden unsere Klassenlehrer darauf, eine lange (und öde :/) Wanderung zu machen. Nach dem Abendbrot gingen meine zwei Zimmergenossen und ich hoch aufs Zimmer. Draußen war es bereits dunkel. Links neben unserer Zimmertür befand sich ein Fenster und ich habe komischerweise erst nach zwei Tagen das erste Mal hinaus geblickt. Es war erstaunlich. Alle Laternen beleuchteten die Nacht und die Häuser sahen von der Entfernung aus wie kleine leuchtende Punkte. Die Farben rot, blau, gelb und grün waren auf die ganze Fläche verteilt. Es war wie ein kleiner Zauberwunder in der Nacht. Ich holte tief Luft und bestaunte die Aussicht. Vermutlich war dies der Beginn meiner Liebe für die Nacht. 
Man kann nicht immer alles mit Worten beschreiben, manchmal muss man die Dinge fühlen und miterleben. 

Seid heute Nacht wachsamer und versucht im tiefen Dunkeln die Schönheit zu sehen. 

Einen schönen Abend und bis morgen :) 






29.07.2022 

Sommer 2013, 5.Klasse
"Diese Schule wird einfach nur scheiße!" 
An jenem Sommer musste ich meine Grundschule verlassen und mich zu einer Schule zwingen, an der ich keine einzige Person kannte. Ich fühlte mich einsam und ängstlich, weil ich mich jeden Morgen an einen mit fremden Menschen gefüllten Ort begeben musste und das (so werdet ihr auch in den nächsten Beiträgen schnell bemerken) passte gar nicht zu meiner Person. 
Ich hätte gar nicht ahnen können, was mir diese 'beschissene' Schule alles geben konnte, dazu gehört auch meine erste Liebe. 

Mein erster Tipp an alle Leser*innen wäre also: seid nicht so voreingenommen. Gebt allem und jedem von Anfang an eine Chance. Vielleicht werden diese zu einem sehr wertvollen Teil eures Lebens :) 

Allen einen schönen Abend und bis morgen! 

<3